7 natürliche Antimykotika zur Behandlung von Darmpilz (Candida)

Candida ist ein Pilz, der sich meistens im Darm befindet und der durch die Einnahme von Antibiotika sein Wachstum erhöht. Wenn der Darm von der Candida-Hefe überfallen wird, kann dies zu äußerst unangenehmen Symptomen kommen. Wenn du mehr über den lästigen Pilz wissen möchtest, dann schau dir den Artikel 10 Zeichen von Candida-Befall und was du dagegen tun kannst an.

Ein Hilfsmittel zur Behandlung von Darmpilz sind Antimykotika. Hier sind 7 antimykotische, natürliche Lebensmittel, die gut und einfach im alltäglichen Ernährungsplan integriert werden können:

#1: Kokosnussöl

geöffnete Kokosnuss GrafikFür diejenigen, die unter Candida leiden, ist der wichtigste Bestandteil des Kokosnussöls die Caprylsäure. Dieses hochwirksame Antimykotikum ist in der Lage, Candida-Bakterien zu töten, indem es die Zellwände negativ beeinträchtigt.

Caprin- und Laurinsäure, die ebenfalls im nativen Kokosöl enthalten sind, haben einen ähnlichen Effekt und beide zusammen bilden eine äußerst starke Kombination für eine antimykotische Behandlung.

Grund hierfür ist, dass die Candida-Hefe nicht im Stande ist, Widerstand gegen Kokosnussöl zu leisten, ganz im Gegensatz zu anderen Antimykotika, welche mit Zeit an Wirkung verlieren. Als ein gänzlich natürliches Antimykotikum ist Kokosnussöl sicher und eine geeignete Behandlung um Candida für immer loszuwerden.

#2: Grapefruitkerneextrakt

aufgeschnittene GrapefruitDer Grapefruitkerneextrakt wird, wie unschwer aus dem Wort selbst zu erkennen ist, aus den zermahlenen Kernen der Grapefruit gewonnen.

Eine Studie von 1990, die im Journal of Orthomolecular Medicine (dt.: Zeitschrift für orthomolekulare Medizin) veröffentlich wurde fand heraus, dass der Grapefruitkerneextrakt äußerst effektiv gegen verschiedensten Hefearten und Schimmelpilzen, wie Candida, Geotrichum, Aspergillus und PeniciIlium sp, ist (1).

Dessen antimykotische Eigenschaften helfen ihm, den Candida-Befall zu bekämpfen, indem es die Hefe-Bakterien im Darm tötet. Grapefruitkerne enthalten außerdem eine Anzahl wichtiger Substanzen, wie Vitamin C und E sowie Bioflavenoide, welche dabei helfen die Zellen im Körper zu reparieren.

Ein bestimmter Bioflavenoid namens Hesperedin kann außerdem das Immunsystem natürlich ankurbeln. Weiterhin kann die Säure des Extrakts das Immunsystem stärken, indem sie den natürlichen pH-Wert im Darm wieder herstellt.

Das ist insbesondere wichtig unter dem Gesichtspunkt, dass sich Candida vor allem im alkalischen Milieu stark ausbreitet. Das Beste am Grapefruitkerneextrakt ist jedoch, dass er die nützlichen Bakterien im System intakt hält, während bei anderen antimikrobiellen Behandlungen der Darm ohne diese auskommen muss.

#3: Knoblauch

Körbchen mit Knoblauch

Es gibt eine lange Liste an wissenschaftlicher Literatur, welche die Verwendung von Knoblauch als Antimykotikum unterstützt. So haben Ergebnisse aus einer Studie, die bereits 1988 veröffentlicht wurde, bestätigt, dass das Wachstum der Candida maßgeblich durch einen wasserhaltigen Knoblauchextrakt verhindert worden ist (2).

Weiterhin besagt eine Artikel des Huntington College of Health Sciences (dt.: Huntington College für Gesundheitswissenschaften), dass Forschungen deutlich gezeigt haben, dass Knoblauch den Candida-Bakterien entgegen wirkt, indem er deren Wachstum als auch ihre Funktionalität ver- und behindert hat.

Eines der Hauptbestandteile in Knoblauch sind Ajeone, ein nachgewiesenes Antimykotikum bei dem sich gezeigt hat, dass es sehr wirksam gegen viele Pilzstämme ist. Obwohl die antimykotischen Eigenschaften nachgewiesen sind, ist der exakte Prozess bis heute unklar.

Forscher vermuten, dass es sich ähnlich wie bei anderen Antimykotika verhält, welche die Zellwände der Candida-Hefe zerstören.

Der Vorteil von Knoblauch ist, dass man ihn recht leicht in die tägliche Ernährung mit einbinden kann und er nicht zwingend teuer ist.

#4: Oregano-Öl

Laut einer Studie von 2001 der Universität Georgetown reichen bereits 0,25mg/ml Oregano-Öl aus, um das Wachstum des Candida-Pilzes vollständig zu unterbinden (3). Sie gab weiterhin bekannt, dass der tägliche Konsum des Oregano-Öls höchst effektiv als Vorsorge sowie auch als Behandlung gegen Candida wirkt.

Oregano-Öl besteht aus zwei natürlich vorkommenden Stoffen namens Carvacrol und Thymol. Forschungen lassen vermuten, dass jene Stoffe mit dem Wasser im Blutstrom reagieren und die Candida-Hefezellen dadurch dehydrieren und getötet werden.

Da Oregano-Öl natürlich ist hat es auch weniger Nebenwirkungen im Gegensatz zu anderen Antimykotika, die man in der Pharmazie findet.

#5: Ingwer

Ingwerwurzel und Stückchen von Ingwer auf Holzbrett

Traditionell wird Ingwer gegen Reisekrankheit, Übelkeit während der Schwangerschaft, chronische Entzündungen oder ein schwaches Immunsystem verwendet. Forscher haben nun auch die Verwendung von Ingwer als Antimykotikum untersucht.

So veröffentliche der American Journal of Applied Sciences (Amerikanische Zeitschrift über Angewandte Wissenschaften) eine Studie, die besagt, dass Ingwer-Extrakt äußerst effektiv das Wachstum der Candida-Bakterien verhindern konnte (4).

#6: Aloe Vera

Aloe Vera PflanzeAloe ist besonders gut für einen gesunden Darm. In ihr stecken Enzyme, die dabei helfen Fett, Zucker und Stärke unwirksam zu machen und die das Wachstum nützlicher Bakterien im Darm begünstigen.

Die Candida-Hefe brütet im Darm, wenn die Laufzeit zu lang ist, aber Aloe kann durch eine Linderung der Verstopfung helfen. Der Dickdarm ist ein weitere Punkt im Körper, an dem sich Giftstoffe ansammeln.

Die leicht abführende Wirkung der Aloe lockert die Toxin-Anhaftungen und spült sie durch das System. Außerdem repariert Aleo  Vera die Darmwand und dichtet sie ab. Somit wird die Candida davon abgehalten, diese zu durchdringen und in den Blutkreislauf zu gelangen.

#7: Olivenblatt-Extrakt

Dieser besondere Extrakt stimuliert die Immunantwort gegen Eindringlinge und unerwünschte Bakterien, wie Candida. Es hat sich außerdem gezeigt, dass Olivenblatt-Extrakt einen positiven Einfluss auf den Blutzuckerspiegel hat.

Das ist besonders wichtig für Menschen, die unter Candida leiden, denn ein erhöhter Blutzuckerspiegel begünstigt ein übermäßiges Candida-Wachstum.

Ein weiterer Vorteil des Olivenblatt-Extrakts ist, dass er dem Körper einen natürlichen Energieschub liefert. Das braucht der Körper, denn ein schwaches Immunsystem kann Hauptursache für den Ausbruch von Candida sein.

Neben den Antimykotika gibt es noch eine weitere Möglichkeit, Candida zu heilen. Erfahre mehr darüber in dem Artikel Beseitige Parasiten und Candida: 3 Gründe warum Probiotika helfen

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