Warum (glutenfreies) Backpulver eines der besten Allheilmittel ist

So ziemlich jeder hat Backpulver im Haus. Aber was steckt da eigentlich drin? Ist es wirklich gesund? Und ist Backpulver denn glutenfrei? Fragen über Fragen – und hier findest du die Antworten.

Was ist Backpulver?

Backpulver auf Holzlöffel und Holtisch

Backpulver ist ein Backtriebmittel und wird, selbstredend, zum Backen verwendet. Es ist dafür zuständig, Gase im Teig einzulagern. Dadurch entstehen diese kleinen Poren, die den Teig am Ende so fluffig machen.

Backpulver ist also dafür zuständig, dass der Teig gut aufgeht. Auch auf den Geschmack wirken sich Backpulver aus. Aber was genau geht da eigentlich vor?

Fazit: Backpulver ist ein Backtriebmittel, was dafür sorgt, dass der Teig richtig aufgehen kann.

Wie funktioniert das alles und woraus besteht Backpulver?

frisches Brot auf schwarzem Untergrund mit Mehl und Weizen

Um zu verstehen, wie das Ganze funktioniert, müssen wir uns erst den Inhalt des Backpulvers genauer anschauen.

Backpulver besteht zum einen aus Natriumhydrogencarbonat (Natron) – das ist die CO2-Quelle – und zum anderen aus einem Säuerungsmittel. So ein Säuerungsmittel können z.B. Dinatriumdihydrogendiphosphat, Calciumsalz oder Kaliumsalz sein.

Das sind jetzt viele schwierige Begriffe, aber wichtig ist, dass diese beiden Komponenten miteinander unter Einwirkung von Feuchtigkeit reagieren und so Kohlenstoffdioxid entsteht – also ein Gas. Durch dieses Gas entstehen letztlich die Bläschen im Teig. Am Ende bleiben lediglich etwas Wasser und Salz übrig.

Durch Hitze wird anschließend auch zusätzlich Kohlenmonoxid freigesetzt sowie das eingeschlossene Kohlendioxid frei. Das macht den Teig noch zusätzlich fluffig.

Backpulver enthält außerdem meist eine Stärke, z.B. Weizen-, Mais- oder Reismehl. Das ist nötig, damit die überschüssige Feuchtigkeit gebunden werden kann und so vorzeitige Reaktionen verhindert werden. Es fungiert also als Trennmittel. Darüber hinaus erhöhen sie sowohl die Rieselfähigkeit, als auch das Gesamtvolumen. Das macht die Dosierung um einiges leichter.

Fazit: Backpulver besteht aus Natriumhydrogencarbonat (Natron) und einem Säuerungsmittel. Wenn beide unter Feuchtigkeit/Hitze reagieren, entsteht das Gas Kohlenstoffdioxid. Das bildet Bläschen im Teig, wodurch er aufgeht.

Ist Backpulver glutenfrei und welchen Ersatz gibt es?

Nein, herkömmliches Backpulver ist nicht glutenfrei.  Aber gibt es da nun auch Alternativen zu Backpulver? Kann man also Backen ohne Backpulver? Die Antwort lautet ja!

Weinsteinbackpulver

Weinfässer mit grünem Wein darauf

Weinsteinpulver ist der beliebteste glutenfreie Backpulver-Ersatz, da man es 1:1 mit normalem Backpulver ersetzen kann. Aber was ist Weinsteinbackpulver denn nun eigentlich?

Die Unterschiede zu herkömmlichem Backpulver liegen im Trenn- und Säuerungsmittel.

Das Säuerungsmittel bildet in dem Fall Weinstein (Kaliumtartrat). Dieser wird aus den Rohweinstein-Ablagerungen in Weinfässern gewonnen.

Auch das Trennmittel ist natürlich glutenfrei. Häufig wird dabei Maisstärke verwendet, je nach Hersteller auch aus biologischem Anbau.

Weinsteinbackpulver ist nicht super für eine glutenfreie Ernährung, sondern hat auch einen besseren Geschmack. Dieser wirkt milder und weniger stumpf bzw. pelzig als der von normalem Backpulver.

Natron

Natron gilt ja Teilbestand von Backpulvern. Du kannst es aber auch einzeln kaufen und Natron statt Backpulver nehmen. Wichtig ist jedoch, dass beim Backen auch immer eine Säure noch mit verwendet wird. Das kann z.B. Buttermilch sein oder Apfelmus.

Du kannst auch einfach dein eigenes Backpulver herstellen. Und so geht’s´:

Für dein eigenes Backpulver (1 TL) benötigst du:
  • ¼ TL Natron
  • ½ TL Weinstein

oder

  • ¼ TL Natron
  • 1 ½ TL Essig

oder

  • ¼ TL Natron
  • 1 ½ TL Zitronensäure

Natron ist im Übrigen NICHT gesundheitsschädlich, solange man es nicht übertreibt. Die genaue Dosierung erfährst du weiter unten im Artikel.

Hirschhornsalz

Hirschhornsalz enthält den Stoff Ammonium. Während des Backens entsteht daraus Ammoniak. Da Ammoniak nur bei der Herstellung von flachem Gebäck, wie etwa Spekulatiuskeksen oder Amerikanern vollständig entweichen kann, sollte Hirschhornsalz auch nur dafür verwendet werden. Ansonsten entsteht ein spezieller Beigeschmack.

Hefe

Hefe ist ein rein biologisches Backtriebmittel und ebenfalls glutenfrei. Zwar wird auch hier Kohlenstoffdioxid freigesetzt, doch Geschmack als auch Konsistenz unterscheiden sich im Vergleich zum Backpulver. Ob du nun lieber Backpulver statt Hefe verwendest kommt ganz darauf an, was dir besser schmeckt.

Wichtig!: Backpulver haben eine wesentlich geringere Wirkung bei glutenfreien Teigen. Um den Teig hier flexibler zu gestalten eignen sich stärkehaltige Produkte sowie zusätzliche Eier.

Ist Backpulver nun ungesund?

Chemiker im Labor

Herkömmliches Backpulver ist theoretisch eigentlich unbedenklich. Doch in der Praxis kann das auch anders aussehen. Einige Hersteller nutzen künstliche Phosphate, um die Lebensmittel haltbarer zu machen.

Studien haben gezeigt, dass diese Phosphate gesundheitsschädlich sind (1). Sie verändern die Innenwände der Gefäße, was zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führen kann.

Darüber hinaus können solche Phosphate auch zu einem höheren Osteoporoserisiko führen. Grund dafür ist, dass sich das Calcium durch die Phosphate aus den Knochen löst. Dadurch werden sie schnell brüchig. Auch Haut und Muskeln können durch Phosphate schneller altern.

Besonders schädlich sind Phosphate allerdings für Menschen mit Nierenproblemen. Das überschüssige Phosphat kann hierbei nämlich nicht über die Niere, wie üblich, ausgeschieden werden.

Ein weiterer Punkt, warum einige herkömmliche Backmittel sehr ungesund sind ist, dass auch aluminiumhaltige Säuren verwendet werden. Die solltest du unbedingt vermeiden!

Was bedeutet das für Dich?

Wenn du auf der sicheren Seite sein möchtest, dann besorg dir Weinsteinbackpulver. Das ist in jedem Fall natürlich und unbedenklich!

Fazit: Backpulver mit künstlichen Phosphaten und aluminiumhaltigen Säuren sind gesundheitsschädigend. Ansonsten sind Backpulver unbedenklich.

Diese Wirkung hat Backpulver auf den menschlichen Körper

junge Frau macht Yoga im Park

Wir haben nun festgestellt, dass es einige Backpulver gibt, die man vermeiden sollte. Andere, vor allem Weinsteinbackpulver, sind hingegen völlig unbedenklich. Besser noch – sie sind sogar richtig gesund!

Verantwortlich dafür sind folgende Eigenschaften:

Backpulver ist alkalisch.

Der pH-Wert in unserem Körper spielt eine große Rolle. Er kann über Krankheit und Gesundheit entscheiden. Fakt ist, dass ein übersäuerte Körper eine der Hauptursachen für schwere Krankheiten, darunter Krebs, Osteoporose oder Arthritis, ist.

Backpulver kann dem also aufgrund seiner Alkalinität entgegenwirken.

In einigen Regionen des Körpers ist ein leicht saures Milieu förderlich, wie etwa im Darm. In anderen, wie zum Beispiel im Blut, ist es jedoch wichtig, dass eine gewisse Alkalinität vorhanden ist. Nur so können Nährstoffe und Sauerstoff effektiv ausgetauscht und Abfallprodukte entsorgt werden.

Auch im Magen kann Backpulver Säuren neutralisieren. Das ist besonders hilfreich bei Sodbrennen und der Refluxkrankheit. Wenn du dich z.B. übergeben musst, dann trink ruhig ein Glas Wasser mit etwas Backpulver um die Magensäure in deinem Rachen zu neutralisieren.

Backpulver wirkt antiseptisch.

Backpulver ist zudem ein mildes Antiseptikum. Mit anderen Worten: Es kann bestimmte Arten von Parasiten, Bakterien, Pilzen und Schimmel töten. Das ist auch der Grund, warum viele es zum Zähneputzen verwenden – es reinigt Zunge, Zähne und Gaumen.

Backpulver hilft demnach auch bei Halsschmerzen und chronischem Husten. Aber Achtung! Es heilt nicht die Krankheit, sondern kann lediglich die Symptome lindern.

6 Krankheiten, gegen die Backpulver hilft

Die antiseptische und alkalisierende Wirkung von Backpulver ist besonders im Kampf gegen einige Krankheiten sehr hilfreich.

Backpulver gegen Chronische Nierenerkrankung

junge Frau hält ihre Hande in den Bereich ihrer Niere, welcher rot markiert istBikarbonat ist eine alkalische Substanz, die von unserem Körper produziert wird um den pH-Wert im Körper zu halten. Es bildet dabei einen Säure-Puffer.

Bei einer chronischen Nierenerkrankung haben die Nieren Probleme, die überschüssige Säure aus dem Körper zu entfernen. Die Folge: ein Zustand namens metabolische Azidose.

Auch Studien haben gezeigt, dass Natriumhydrogencarbonat, also Natron, sich als wirksam gegen Nierenerkrankungen erweist und eine metabolische Azidose verbessert (2).

Backpulver gegen Krebs

Reines Natron kann offensichtlich  auch gegen Krebs helfen. Das zeigt jedenfalls die Geschichte von Vernon Johnston. Der Kalifornier konnte sich damit von einem aggressiven Prostatakrebs im 4. Stadium, welcher bereits Metastasen in den Knochen gebildet hatte, heilen.

Die Geschichte von Vernon Johnston

Bei Vernon Johnston wurde ein aggressiver Prostatakrebs im 4. Stadium entdeckt. Es hatten sich bereits Metastasen in den Knochen gebildet. Die Ärzte versprachen ihm keine großen Heilungschancen. Doch Johnston gab nicht auf.

Sein Sohn war es, der ihm davon erzählte, dass der pH-Wert einen großen Einfluss auf den Körper hat und welche Rolle er spielt. Johnston nahm diese Information als Anhaltspunkt und informierte sich selbst.

älterer Mann mit ProstatakrebsDie Suche führte zunächst zur Cäsium-Therapie. Cäsium ist ein Mineral, welches, laut Internetstudien, Krebs „isst“. Es greift den Tumor von innen heraus an. Und es ist – natürlich – hoch alkalisch.

Für Johnston stand die Entscheidung fest – er würde es mit der Cäsium-Therapie versuchen. Immerhin hatte er nichts zu verlieren.

Doch wie es das Schicksal so wollte, ging das bestellte Cäsium bei der Post verloren. Und die nächste Untersuchung stand bald an. Also griff Johnston zur nächst liegenden Heilung: Natron. Auch das würde den pH-Wert erhöhen.

Doch Studien zeigten, dass keiner von beiden, weder Cäsium noch Natron, den Krebs in den Knochen abtöten könnten. Also fügte er ein weiteres Mittel hinzu: Zuckerrohrmelasse.

Johnston orientierte sich dabei an Dr. Marc Sircus´ Buch „Sodium Bicarbonate: Rich Man’s Poor Man’s Cancer Treatment“ – Natriumbicarbonat: Krebstherapie für jedermann.

Neben der Backpulver-Melasse-Lösung ernährte sich Johnston generell eher basisch, nahm zusätzlich Minerale und Vitamine und ging oft hinaus in die Sonne.

Der darauf ansteigende pH-Wert in seinem Körper führte auch zu einem Anstieg der Sauerstoffkonzentration. Um die Wirkung des Sauerstoffs optimal zu nutzen, führte Johnston zudem noch Atem-Übungen durch. Sauerstoff ist äußerst effektiv gegen Krebszellen.

Bereits nach einigen Wochen hatte sich Johnston vollständig sowohl von seinem Prostatakrebs als auch von seinem Knochenkrebs erholt. Und damit war auch die Theorie von Marc Sircus belegt: Natriumhydrogencarbonat hat einen enormen Einfluss auf die Heilung von Krebs.

Im Übrigen gibt es auch andere Studien, die ähnliche Ergebnisse erzielten (3,4).

Backpulver gegen Sodbrennen und Verdauungsstörungen

Auch hier ist die alkalische Wirkung von Backpulver äußerst hilfreich. Denn Sodbrennen und Verdauungsstörungen sind Zeichen einer Übersäuerung im Körper. Um Sodbrennen zu lindern, sollte man Backpulver trinken.

Für diese Mischung benötigst du:
  • ½ TL Backpulver
  • Ein Glas Wasser

Du solltest das Backpulver Gemisch dann aller 2h trinken.

Achtung! Wiederhole diese Prozedur nie mehr als 7mal innerhalb von 24h. Wenn du über 60 bist, darfst du diese Prozedur maximal 3mal wiederholen.

Backpulver gegen eine Erkältung oder Grippe

Natron kann Symptome einer Erkältung oder Grippe in deinem Körper bekämpfen. Dafür musst du für 3 Tage Backpulver trinken.

Für deinen Backpulver-Trink benötigst du:
  • ½ TL Natron
  • 1 Glas Wasser

Mann mit Erkältung hält Tasse und Taschentuch in der Hand

 

Tag 1: Trinke diese Mischung 6mal am Tag aller 2h.

Tag 2: Trinke diese Mischung 4mal am Tag aller 2h.

Tag 3: Trinke diese Mischung 2mal am Tag.

Solltest du danach immer noch nicht gesund sein, dann trinke die Mischung danach 1mal am Tag, bis es dir wieder besser geht.

Backpulver gegen eine Blasenentzündung

Besonders die Frauen kennen das sicher ganz gut. Manchmal passt das Outfit eben nicht zum Wetter. Bakterien fühlen sich nun leider mal in einem sauren Milieu sehr wohl. Und so kommt es, dass aufgrund der Säure in der Blase auch immer mal eine Blasenentzündung entstehen kann.

Da Backpulver alkalisch wirkt, ist es ein perfektes Mittel dagegen. Trinke einfach jeden Tag ein Glas Wasser mit ½ TL Natron oder Backpulver.

Backpulver gegen Gicht

Gicht ist eine Krankheit, die häufig erst im Alter auftritt. Auch sie entsteht durch Übersäuerung. Da Natron den pH-Wert im Körper erhöht, hilft es die Krankheit zu lindern. Am besten besprichst du die Anwendung und Dosierung mit deinem Arzt.

Dafür kannst du Backpulver außerdem verwenden

Wir verwenden Backpulver für den Teig beim Backen, wie z.B. beim Brot. Aber wusstest du, dass es noch viel mehr Verwendungszwecke für Backpulver gibt?

Als Zahnpasta bzw. zum Bleichen der Zähne

Frau mit weißen Zähnen lächelt und zeigt auf ihre Zähne

Backpulver für die Zähne zu verwenden ist eigentlich nichts Neues. Frag mal deine Oma – Zähneputzen mit Backpulver müsste auch ihr bekannt vorkommen. In einer Zeit, wo es keine herkömmliche Zahnpasta gab, wie heute, war Backpulver ein wirksamer Schutz für die Zähne. Warum?

Weil Backpulver einerseits eine milde Schleifwirkung besitzt. So werden deine Zähne poliert, gesäubert und Plaque entfernt. Eine Studie konnte zeigen, dass Zahnpasten, welche Natron enthalten, Plaque wesentlich effektiver entfernen als Zahnpasten ohne Natron (5).

Andererseits wirkt Backpulver auch antibakteriell. Es soll vor allem die Bakterien „Streptococcus mutans“ töten (6). Diese Bakterien sind einer der Hauptfaktoren für Karies.

Aufgrund all dieser Eigenschaften kann Backpulver natürlich auch zu einer Zahnverfärbung führen – also die Zähne weißer machen. Das funktioniert beispielsweise in Kombination mit frisch gepresstem Zitronensaft oder einer reifen Erdbeere. Schmiere die Creme auf deine Zähne und lasse sie dort für 3 Minuten.

Aber Vorsicht! Das Bleichen der Zähne mit Backpulver sollte höchstens 1x die Woche durchgeführt werden. Ansonsten wird dein Zahnschmelz angegriffen, der jedoch ein wichtiger Schutz für deine Zähne ist.

Für die Zahnpasta benötigst du:
  • 2-3 EL Natron
  • 4-5 EL Kokosöl
  • Optional: Pfefferminzöl, Xylit je nach Geschmack

Für die Bleichcreme benötigst du:

  • 1 EL Natron
  • Einige Tropfen frisch gepresster Zitronensaft

Zum deodorieren

Viele Deosprays enthalten schädliches Aluminium. Zwar gibt es schon einige Deos ohne Aluminium, doch auch sonst stecken in ihnen zahlreiche chemische Stoffe. Wer sich also ganz auf die natürliche Art und Weise frisch halten möchte, der sollte es mit Natron probieren.

Die alkalische Wirkung von Natron wirkt antibakteriell, trocknet und neutralisiert effektiv Gerüche.

Für deine Deo-Creme benötigst du:
  • 3 TL Kokosöl
  • 2 TL Natron
  • 2 TL Kartoffelstärke
  • Optional: 10 Tropfen ätherisches Öl für den Duft

Portrait einer jungen, lachenden, blonden FrauUm deine Haare heller zu tönen

Backpulver kann tatsächlich naturblonde Haare aufhellen. Du musst dafür nur Backpulver mit Wasser mischen, sodass eine Paste entsteht. Gib diese auf deine Haare, wickle ein Handtuch drum und warte 1h. Am besten funktioniert es unter dem Einfluss von Wärme. Also nichts wie raus in die Sonne. Dann einfach mit warmem Wasser ausspülen.

Für die Tönung benötigst du:
  • 3 Päckchen Backpulver (je nach Haarlänge)
  • Wasser

Gegen Schweißfüße

Natron neutralisiert nicht nur die Gerüche unter deinen Achseln, sondern natürlich überall. Es ist also die perfekte Waffe gegen Schweißfüße und müffelnde Schuhe.

Gegen Schweißfüße kannst du einfach in dein Fußbad etwas Natron geben. Gegen den Geruch in Schuhen streust du nur ein bisschen Backpulver hinein.

Zum Wäsche waschen und säubern

Backpulver ist ideal als natürlicher Ersatz für Weichspüler. Vor allem für weiße Wäsche ist es gut geeignet, da es einen bleichenden Effekt hat.

Dieser ist auch hilfreich gegen vergilbte Hemdkragen oder generell Flecken. Du kannst deine Wäsche dann einfach mit Backpulver vorbehandeln, indem du etwas Backpulver 1h vor dem Waschen auf die betroffenen Stellen gibst.

Zum Reinigen von Abfluss und Fugen

Abfluss reinigen mit Backpulver

Mit Backpulver kannst du ganz leicht verstopfte Abflüsse reinigen. Dafür benötigst du Backpulver und Essig. Beides zusammen ergibt eine schäumende Wirkung und am Ende brauchst du nur mit warmem Wasser noch einmal nachspülen.

Darüber hinaus ist Backpulver auch als Fugenreiniger verwendbar. Dabei wird eine Masse aus Backpulver und Wasser hergestellt und mit der Zahnbürste dann auf die Fugen aufgetragen. Anschließend heißt es: Fleißig putzen!

Für den Abflussreiniger benötigst du:
  • 1 Pck. Backpulver
  • ½ Tasse Essig

Backpulver gegen Ameisen und Blattläuse

Zugegeben, das ist keine besonders tierfreundliche Methode. Aber dennoch effektiv. Denn die kleinen Tierchen können das Natron nicht verdauen und sterben letztlich daran. Streue es einfach darüber oder gib es auf die Pflanzen.

Zum Reinigen von Schmuck und Silber

Natürlich wirkt die reinigende Wirkung auch bei Schmuck und Silber. Dafür musst du nur 1 EL Backpulver in 1l Wasser einrühren und darin deine Sachen einlegen. Nach ca. 1h lässt sich das Ganze prima polieren.

Zum Entfernen von Kaffee- und Teespuren

Selbst Spülmaschinen kriegen nicht immer alles sauber. Nach einer Zeit findet man eben doch braune Streifen in den Tassen von Kaffee und Tee. Aber mit Backpulver lässt sich das ganz leicht entfernen.

Gib einfach ein halbes Päckchen Backpulver hinein, übergieße es mit Wasser und lass das Geschirr so über Nacht einweichen.

Für eine bessere sportliche Leistung

junge, rennende, muskulöse FrauEinige Sportler, vor allem Langstreckenläufer, nehmen vor einem Rennen Natronkapseln zu sich. Auch so manche Schwimmer machen davon Gebrauch. Es soll ihre Leistung verbessern. Aber wie?

Besonders Natriumbicarbonat ist ja eine alkalische Substanz. Das heißt, sie erhöht den pH-Wert des Blutes. Dies scheint die Säurebildung in den Muskeln während eines intensiven, anaeroben Trainings zu reduzieren und  so zu kompensieren (7).

Bei einem solchen Training wird vor allem Laktat (Milchsäure) sehr schnell produziert, was der Grund für die Muskelschmerzen, besonders bei langen und intensiven Läufen, ist. Mit anderen Worten: Natron soll dafür sorgen, dass die Schmerzen beim Rennen erst später und in abgeschwächter Form eintreten.

Gegen Sonnenbrand

Ein Sonnenbrand kann großen Schaden an der Haut verursachen und Entzündungsreaktionen hervorrufen. Ein wirksames Mittel bei Sonnenbrand ist Backpulver.

Aufgrund seiner alkalischen Wirkung beruhigt es die Haut. Da es zudem antiseptisch ist, reduziert Backpulver auch das Jucken auf der Haut.

Es gibt für die Verwendung von Backpulver bei Sonnenbrand zwei Möglichkeiten. Entweder vermischst du Backpulver mit Wasser zu einer Paste und trägst diese vorsichtig auf die betroffenen Stellen auf.

Dann lässt du das Ganze für etwa 10 Minuten einwirken und wäschst es anschließend mit warmem Wasser ab. Die Prozedur kannst du 1-2mal am Tag für einige Tage wiederholen.

Die andere Möglichkeit ist, ein Bad in kaltem Wasser mit Backpulver zu nehmen. Dieses erfrischende Bad nimmst du für ca. 15 Minuten. Anschließend trocknest du dich locker klopfend ab. Das Bad kannst du jedoch nur einmal am Tag nehmen.

Für die Sonnenbrand Paste benötigst du:
  • 4 EL Backpulver
  • Wasser

Für das Sonnenbrand Bad benötigst du:

  • 1 Tasse Backpulver pro Bad

Gegen Insektenstiche und Giftefeu

Backpulver wird benutzt um Mückenstich zu lindern

Natron hilft dabei, kleinere Hautreizungen und Juckreiz zu lindern, indem es Toxine und Reizstoffe auf der Oberfläche der Haut neutralisiert. Mische dir dafür einfach eine Paste aus Natron und Wasser und gib sie auf die betroffenen Stellen.

Gegen Splitter in der Haut

Wenn du die betroffene Stelle 2mal am Tag in Wasser mit Natron einweichst, dann kommt der Splitter nach einige Zeit von selbst heraus.

Was bedeutet das für Dich?

3 Dinge, die du bei der Dosierung von Backpulver beachten solltest:

  1. Wenn du zwischen 5 und 60 Jahre alt bist, darfst du eine Dosierung von ½ TL Backpulver/Glas Wasser 7mal am Tag aller 2h zu dir nehmen.
  2. Wenn du über 60 bist darfst du nicht mehr als 3mal ½ TL Backpulver/Glas Wasser zu dir nehmen.
  3. Nimm die maximale Dosis von Backpulver (also 7mal ½ TL Backpulver/Glas Wasser in 24h) nicht mehr als 2 Wochen am Stück.

10 Tipps für die Verwendung von Backpulver-Wasser

Ein Teelöffel Backpulver über einem Glas Wasser

Wenn du Backpulver als Heilmittel verwendest, musst du auf einiges achten. Ein sogenanntes Backpulver-Wasser besteht dabei aus einer Mischung von 1/2 TL Backpulver in einem Glas Wasser.

  1. Backpulver und Natron sind nicht das Gleiche. Natron ist in Backpulver enthalten. Reines Natron hat daher den größeren Effekt.
  2. Kinder unter 5 Jahren sollten kein Backpulver-Wasser zu sich nehmen, es sei denn ein Arzt hat es verschrieben.
  3. Nimm Backpulver-Wasser nie länger als 2 Wochen am Stück.
  4. Verwende nur Backpulver ohne Aluminium.
  5. Bedenke, dass Backpulver den Mineral- und Vitamingehalt im Körper senken kann, besonders Folsäure, B-Vitamine und Chrom. Du benötigst also eventuell Ergänzugsmittel.
  6. Bitte beachte, dass sich das Backpulver vollständig im Wasser auflöst.
  7. Backpulver-Wasser sollte immer auf leeren Magen, sprich 1-3h vor dem Essen, eingenommen werden.
  8. Solltest du bereits Medikamente nehmen, besprich mit deinem Arzt die Einnahme von Backpulver-Wasser.
  9. Die Heilung durch Backpulver-Wasser eignet sich nicht für Menschen, welche auf einer Natrium-begrenzten Diät sind.
  10. Solltest du Backpulver-Wasser in großen Mengen zu dir nehmen, kann es eventuell zu Durchfall kommen.

Hat dir dieser Artikel gefallen? Hast du auch schon einmal Backpulver zur Heilung verwendet? Lass uns davon wissen und hinterlasse einen Kommentar!

2 Comments

  1. Armin 17. Oktober 2016
    • Lena 20. Oktober 2016

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