10 erschreckende Fakten über Genfood, die du garantiert noch nicht wusstest

Sicher hast du bereits von den aktuellen Verhandlungen über das TTIP-Abkommen (Transatlantisches Freihandelsabkommen) gehört. TTIP kann wirklich gefährlich für uns werden und wir sollten daher über die Folgen reden. Denn nicht ohne Grund sind viele Menschen dagegen.

Das Problem in diesem Abkommen besteht einfach zusammengefasst gesagt darin: Von gentechnisch veränderten Lebensmitteln bis hin zu mit Chlor desinfizierten Hühnchen – es kann so ziemlich alles auf unserem Teller landen. Auch Produkte, die bisher in Deutschland verboten waren.

Und das Schlimmste: wir werden es nicht einmal wissen. Solche Produkte erfordern dann nämlich keine spezielle Kennzeichnung mehr. Sogenanntes „Genfood“ (gentechnisch veränderte Lebensmittel) gibt es jetzt schon bei uns in Deutschland, jedoch entsprechender Kennzeichnung.

Schild auf dem Stop TTIP stehtDer Bund für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sieht bis dato folgendes vor:

Gentechnisch veränderte Organismen (GVO), sowie Lebensmittel und Futtermittel, die aus GVO bestehen, diese enthalten oder daraus hergestellt werden, müssen nach der EU-Verordnung (EG) Nr. 1830/2003 gekennzeichnet werden.

Saatgut von gentechnisch veränderten Pflanzen muss außerdem gekennzeichnet werden, ebenso wie zum Beispiel gentechnisch veränderte Schnittblumen oder gentechnisch veränderte Zierfische (falls sie in den Verkehr gebracht werden dürften).

Von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen sind Produkte, die von Tieren stammen, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert wurden und auch Lebensmittel, die zufällige oder technisch unvermeidbare Spuren von GVO oder daraus hergestelltem Material bis zu einem Anteil von höchstens 0,9 Prozent enthalten.

In letzterem Fall müssen die betroffenen Unternehmer nachweisen, dass sie geeignete Schritte unternommen haben, um das Vorhandensein von Verunreinigungen mit GVO zu vermeiden. Gleiches gilt für den Umgang mit Futtermitteln.

Was bedeutet das für Dich?
  1. Immer einen Blick auf die Verpackung werfen, besonders bei Mais- und Sojaprodukten.
  2. Fleisch und Milch am besten vermeiden.

Genmanipulierte Lebensmittel – na und? Du glaubst, es wäre nicht weiter schlimm? Immerhin ist es in einigen Ländern legal, da wird es schon harmlos sein.

Doch zahlreiche Länder haben GVO (genveränderte Organismen) grundsätzlich verboten. Erst kürzlich verhing Russland beispielsweise ein GVO-Verbot, nachdem renommierte Wissenschaftler der Regierung ein solches für mindestens 10 Jahre empfohlen.

Die bittere Wahrheit ist: wir wissen nicht genug über genveränderte Lebensmittel und ob es wirklich ungefährlich für den Menschen ist. Der erste Verkauf liegt nur 20 Jahre zurück.

Es ist also kaum möglich gewesen, dass verschiedene Langzeitstudien mit möglichst vielen Menschen durchgeführt werden konnten. Es war bisher zu wenig Zeit um mit voller Gewissheit sagen zu können, es bestehe keinerlei Gefahr.

Es gibt allerdings eine Vielzahl glaubwürdiger wissenschaftlicher Studien, die klar zeigen, warum Genfood nicht konsumiert werden sollte – und jedes Jahr erscheinen neue. Hier erfährst du die erschreckenden Fakten, die dabei herausgefunden wurden.

Fazit: Gentechnisch veränderte Lebensmittel müssen derzeitig noch gekennzeichnet werden. Das könnte sich mit dem TTIP-Abkommen ändern. Bisher war zu wenig Zeit für Langzeitstudien um mit voller Gewissheit sagen zu können, es bestehe keinerlei Gefahr.

Fakt 1: Mehrere Giftstoffe aus GVOs wurden in mütterlichem und fötalem Blut gefunden

Frau mit Blumen und Gasmaske schützt sich vor Giftstoffen aus genveränderten Pflanzen

Forschungen aus Kanada konnten beweisen, dass sich Pflanzenschutzmittel von Genfood sowohl in mütterlichem und fötalem Blut, als auch in dem Blut von nicht-schwangeren Frauen befand (1). Es wurde außerdem das Vorhandensein von Monsantos Bt Toxin festgestellt.

Die Studie wurde 2011 im Journal Reproductive Toxicology veröffentlicht. Dabei wurden Stuhlproben von 30 schwangeren und 30 nicht-schwangeren Frauen untersucht.

Es stellte sich heraus, dass besonders die Föten sehr anfällig für die nachteilige Wirkung von Xenobiotika (körperfremde, chemische Substanz innerhalb eines Organismus, die nicht natürlich hergestellt werden kann) waren.

Die Studie betont daher, dass es von entscheidender Bedeutung sei, mehr über GVO zu wissen. Solche Umweltfaktoren könnten sonst biologische Ereignisse stören, die notwendig sind, um ein normales Wachstum und eine angemessene Entwicklung zu gewährleisten.

Fazit: Forschungen konnten beweisen, dass sich Pflanzenschutzmittel von Genfood sowohl in mütterlichem und fötalem Blut, als auch in dem von nicht-schwangeren Frauen befand. Es stellte sich heraus, dass besonders die Föten sehr anfällig für die nachteilige Wirkung von Xenobiotika waren.

Fakt 2: Die DNA genetisch modifizierter Pflanzen kann in Menschen übertragen werden

DNA GenstrangIn einer neuen Studie, veröffentlicht in der Puplic Library of Science (PLOS), betonen Forscher, dass genügend Beweise für folgende Behauptung vorliegen: Aus Mahlzeiten stammende DNA-Fragmente tragen komplette Gene in sich, die auf unerklärliche Weise in das menschliche Kreislaufsystem eindringen können (2).

In einer der Stuhlproben war die relative Konzentration der pflanzlichen DNA sogar höher als die menschliche. Die Studie basierte auf einer Analyse von über 1000 Humanproben aus 4 unabhängigen Studien.

PLOS ist ein öffentlich zugängliches, hochangesehenes, von Experten begutachtetes wissenschaftliches Journal. Es behandelt Grundlagenforschungen aus Fachrichtungen innerhalb der Wissenschaft und Medizin.

Es ist daher besonders erstaunlich als auch erfreulich, dass dieses Magazin diese Studie veröffentliche – und damit bestätiget, was viele bereits geahnt hatten.

Das allein ist noch kein Beweis dafür, dass GVOs in unsere Zellen eindringen kann. Doch aufgrund der Tatsache, dass Genfood mit Krebs in Verbindung gebracht wird, kann man davon ausgehen, dass in der Tat die Möglichkeit dazu besteht.

Fazit: Aus Mahlzeiten stammende DNA-Fragmente tragen komplette Gene in sich, die auf unerklärliche Weise in das menschliche Kreislaufsystem eindringen können.

Fakt 3: Gentechnisch veränderte Lebensmittel stehen in Verbindung mit Glutenunverträglichkeit

Zeichen auf dem glutenfrei steht und das Abbild von Getreide durchgestrichen istDiese Studie wurde erst kürzlich vom Institute for Responsible Technology (IRT) veröffentlicht (3). Dabei wurden Daten aus dem US department of Agriculture, den Bewertungen medizinischer Fachzeitschriften, der US Environmental Protection Agency als auch anderen unabhängigen Forschungen genutzt.

Die Autoren halten u.a. gentechnisch veränderte Lebensmittel dafür verantwortlich, Glutenunverträglichkeit, inklusive der Autoimmunkrankheit Zöliakie, bezüglich dieser 5 Bedingungen auszulösen bzw. zu verschlimmern:

  • Durchlässigkeit des Darms
  • Unausgeglichene Darmbakterien
  • Immunaktivierung und allergische Reaktionen
  • Geschädigte Verdauung
  • Beschädigte Darmwand

Das Institute for Responsible technology ist weltführend in der Aufklärung von Politikern und der Öffentlichkeit über gentechnisch veränderte Lebensmittel und -Pflanzen. Es untersucht und berichtet über den Einfluss, den Genfood auf unsere Gesundheit, Umwelt, Landwirtschaft und vieles weiteres haben kann.

Erfahre mehr über das Thema Gluten in dem Artikel: Was ist so schlecht an Gluten? – Warum glutenfreie Ernährung hilft

Fazit: Genfood wird dafür verantwortlich gehalten, Glutenunverträglichkeit, inklusive der Autoimmunkrankheit Zöliakie, im Falle bestimmter Bedingungen auszulösen bzw. zu verschlimmern.

Fakt 4: Genmanipulierter Mais steht im Zusammenhang mit Tumoren bei Ratten

Wissenschaftlerin hält Laborratte in der Hand

Im November 2012 veröffentliche The Journal of Food and Chemical Toxicology einen Bericht mit dem Titel ‘Long term toxicity of a Roundup herbicide and a Roundup-tolerant genetically modified maize’ von Gilles-Eric Seralini und seinem Forscherteam der France´s Caen University (4).

Es war eine hochsignifikante Studie, die vor allem die großen biotechnischen Unternehmen wie Monsanto im schlechten Licht erschienen ließ. Sie war dabei die erste und einzige Langzeitstudie unter kontrollierten Bedingungen.

Dabei wurden die möglichen Effekte einer Ernährung von genverändertem Mais, welcher mit Monsantos Roundup Herbizid behandelt wurde, untersucht.

Tumore bei Ratten – was hat das mit mir zu tun?

Die Antwort lautet: erstaunlicherweise eine Menge. Denn wir haben einiges gemeinsam mit den kleinen Tieren.

Beide – Ratten und Menschen…

  • haben die gleiche grundlegende Physiologie
  • haben ähnliche Organe
  • haben einen ähnlichen Körperbau
  • kontrollieren die chemischen Prozesse in unserem Körper, indem sie ähnliche Hormone benutzen
  • haben ein Nervensystem, was gleich funktioniert
  • reagieren ähnlich auf Infektionen und Verletzungen

Es ist demnach nicht verwunderlich, dass viele Studien zunächst an Ratten durchgeführt werden – die Wirkungsweise ist beim Menschen oft ähnlich.

Wenn Genfood also Tumore bei Ratten auslöst, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das gleiche mit uns passieren kann.

Unerklärlicher Rückzug der Studie

Die Studie wurde seitdem zurückgezogen. Das ist in der Tat sehr seltsam, da das Magazin, in dem sie veröffentlicht wurde, sehr bekannt und seriös ist sowie durch Fachleute überprüft wird. Damit eine Studie in diesem veröffentlicht wird, muss sie zunächst eine strenge Überprüfung durchlaufen.

Ein nicht zu verachtender Punkt ist außerdem, dass hunderte Wissenschaftler das Zurückziehen der Studie verurteilten. Diese Studie wurde von Experten durchgeführt und der Zusammenhang zwischen gentechnisch veränderten Lebensmitteln und diesen Tumoren kann nicht geleugnet werden.

Aber nun ja – Geld regiert die Wahrheit.

Auch zur unterschiedlichen Kritik bezüglich der Studie haben Seralini und sein Team Stellung genommen.

Fakt ist: Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen senkt die US-Renditen und erhöht den Einsatz von Pestiziden.

Fazit: Es konnte herausgefunden werden, dass genveränderter Mais im Zusammenhang mit Tumoren bei Ratten steht. Diese Studie war dabei die erste und einzige Langzeitstudie unter kontrollierten Bedingungen. Sie wurde anschließend aus unerklärlichen Gründen zurückgezogen.

Fakt 5: Glyphosat führt zum Wachstum menschlicher Brustkrebszellen durch Östrogenrezeptoren

nackte Frau hält ihre Brüste verdecktDas behauptet eine Studie, welche in der US National Library Medicine veröffentlicht wurde und bald auch in dem Magazin Food and Chemical Toxicology zu sehen ist (5). Glyphosat ist häufig in Pflanzenschutzmitteln enthalten.

Solche glyphosat-haltigen Pflanzenschutzmittel gehören zu den weltweit am häufigsten verwendeten Herbizidprodukten. Verschiedene, kürzlich erschienene Studien zeigen, dass Glyphosat eine potenziell hormonaktive Substanz (endokriner Disruptor) ist.

Hormonaktive Substanzen sind Stoffe, die Einfluss auf das Hormonsystem von Säugetieren haben und so schädlich für die Gesundheit sein können. Zu den Folgen endokriner Disruptoren zählen u.a. Entwicklungsstörungen, Geburtsdefekte und Krebstumore.

In der Studie heißt es:

Glyphosat hat nur bei menschlichem, hormonabhängigem Brustkrebs folgenreiche Auswirkungen. Wir haben herausgefunden, dass Glyphosat eine schwächere östrogene Aktivität aufwies als Estradiol.

Darüber hinaus zeigte diese Studie eine zusätzlich östrogene Wirkung von Glyphosat und Genisein. Das bedeutet, dass der Konsum von kontaminierten Sojaprodukten als Nahrungsergänzungsmittel ein Risiko für Brustkrebs aufgrund deren potenziell zusätzlichen Östrogenität darstellt.

Forscher haben zudem festgestellt, dass Monsantos Roundup einem Xenoöstrogen gleichkommt. Das ist ein fremdes Östrogen, welches das wirkliche Östrogen in unserem Körper nachahmt.

Diese Xenoöstrogene können eine Vielzahl Problem verursachen, wie etwa die Erhöhung des Risikos für verschiedene Krebsarten, das frühzeitige Einsetzen der Pubertät, Schilddrüsenprobleme, Unfruchtbarkeit etc.

Fazit: Studien zeigen, dass Glyphosat eine potenziell hormonaktive Substanz ist. Zu deren Folgen zählen u.a. Entwicklungsstörungen, Geburtsdefekte und Krebstumore. Forscher haben zudem festgestellt, dass Monsantos Roundup einem Xenoöstrogen gleichkommt, was ebenfalls zu einer Vielzahl an Problemen, wie etwa Krebs führen kann.

Fakt 6: Glyphosat steht im Zusammenhang mit Geburtsfehlern

Baby mit Stetoskop um den HalsEine Gruppe von Wissenschaftlern stellte eine umfassende Überprüfung bereits vorhandener Daten zusammen (6).

Diese Daten zeigten, dass europäische Aufsichtsbehörden darüber Bescheid wussten, dass Monsantos Glyphosat eine Reihe von Fehlbildungen bei der Geburt seit mindestens 2002 verursacht.

Jene Behörden verschwiegen der Öffentlichkeit jedoch diese Fakten. In Deutschland erklärte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sogar der Europäischen Kommission, dass es keine Hinweise gibt, die darauf schließen lassen, dass Glyphosat Geburtsfehler verursacht.

So berichten die Forscher:

Unsere Untersuchung der Ergebnisse führt uns zu dem Schluss, dass die aktuelle Genehmigung von Glyphosat und Roundup zutiefst fehlerhaft und unzuverlässig ist. In diesem Bericht untersuchen wir die Studien der Unternehmen sowie die behördlichen Dokumente, die zu der Zulassung von Glyphosat geführt haben.

Wir zeigen, dass sowohl die Unternehmen als auch die Behörden schon seit langer Zeit wissen, dass Glyphosat bereits in den 1980ern und 1990ern Fehlbildungen verursachte – und dass diese Information nie veröffentlicht wurde.

Wir zeigen, wie die Behörden in der EU ihren Weg vom klaren Beweis, ausgehend von unternehmenseigenen Studien, dass Glyphosat Fehlbildungen auslöst, hin zu dem abschließenden Beurteilungsbericht an die EU Kommission begründet, in dem diese Ergebnisse heruntergespielt und klein gehalten worden sind.

Die Zusammenfassung des Berichtes

  • Verschiedene, von Fachleuten überprüfte, wissenschaftliche Literatur zeigt ernsthafte gesundheitliche Gefahren, die durch Glyphosat verursacht werden.
  • Unternehmen (wie z.B. Monsanto) wissen bereits seit den 1980ern, dass hohe Dosen Glyphosat Fehlbildungen bei Versuchstieren verursacht haben.
  • Unternehmen wissen seit 1993, dass diese Effekte auch bei geringeren und mittleren Dosen auftreten können.
  • Die Bundesregierung weiß spätestens seit 1998, dass Glyphosat Fehlbildungen verursacht.
  • Experten wissenschaftlicher Gutachtergruppen der EU Kommission wissen seit 1999, dass Glyphosat Fehlbildungen verursacht.
  • Die EU Kommission weiß bereits seit 2002, dass Glyphosat Fehlbildungen verursacht. Das war das Jahr, in dem die DG SANTE (Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit) seinen abschließenden Beurteilungsbericht veröffentlichte. Mit diesem wurde die Grundlage für die aktuelle Zulassung von Glyphosat gelegt.

Eine weitere Studie der Universität von Buenos Aires wurde zu diesem Thema in der American Chemical Society veröffentlicht. Auch diese zeigte, dass Glyphosat Abnormitäten verursachen kann.

Fazit: Daten zeigten, dass europäische Aufsichtsbehörden darüber Bescheid wussten, dass Monsantos Glyphosat eine Reihe von Fehlbildungen bei der Geburt seit mindestens 2002 verursacht. Diese Behörden verschwiegen der Öffentlichkeit jedoch diese Fakten.

Fakt 7: Glyphosat steht im Zusammenhang mit Autismus, Alzheimer und Parkinson

Studien zeigen, dass Glyphosat im Zusammenhang mit Erkrankungen wie Autismus, Alzheimer und Parkinson steht (7).

Autismus zählt zu den Leiden der Menschen, die bis heute noch viele Fragen aufwerfen. Die Krankheit kann die Kommunikationsfähigkeit, Empathie oder andere soziale Fähigkeiten stören.

Laut Dr. Stephanie Seneff, einer Wissenschaftlerin des MIT Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory spielt Glyphosat eine entscheidende Rolle bei Autismus. Nach ihren Rechnungen werden 2025 die Hälfte aller Kinder in den USA an dieser Erkrankung leiden – und Glyphosat ist der Grund dafür.

Zusammenhang zwischen Glyphosat und Autismus

Diagramm über Entwicklung von gentechnisch veränderten Lebensmittel und Autismus von 1990 bis 2010

 

 

 

 

 

 

 

 

Dr. Stephanie Seneff erklärt:

Glyphosat unterbricht den Shikimatweg. Das ist eine metabolische Funktion in Pflanzen, die ihnen erlaubt, essentielle Aminosäuren herzustellen. Wenn dieser Weg unterbrochen wird, sterben die Pflanzen.

Menschlichen Zellen haben keinen solchen Shikimatweg. Deswegen glauben Wissenschaftler, Glyphosat sei harmlos. Das Problem ist aber, dass Bakterien dafür einen Shikimatweg besitzen. Und wir haben Millionen von nützlichen Bakterien in unserem Darm – unsere Darmflora.

Diese Bakterien sind essentiell für unsere Gesundheit. Unser Darm ist nicht nur für unsere Verdauung verantwortlich, sondern auch für unser Immunsystem.

Wenn Glyphosat also in unser System gelangt, zerstört es unseren Darm und folglich auch unser Immunsystem.

Wenn du Glyphosat zu dir nimmst, veränderst du im Wesentlichen die Chemie deines Körpers. Glyphoat ist vollkommen unnatürlich und der Körper kann nicht damit umgehen.

P450 (CYP) ist ein Hämprotein (Cytochrom) mit enzymischer Aktivität, welches durch Glyphosat gehemmt wird. P450 bildet Enzyme, die sowohl bei der Bildung, als dem Abbau  von Molekülen in Zellen helfen.

Es gibt zahlreiche CYP-Enzyme und sie alle haben wichtige Funktionen. Sie sind dafür verantwortlich den Körper von Xenobiotika zu entgiften. Das sind chemische Verbindungen, die man u.a. in Pestiziden, Drogen oder Karzinogenen findet.

Glyphosat ist also entscheidend für ein normales, natürliches Funktionieren verschiedener biologischer Systeme in unserem Körper. Aufgrund der Hemmung durch Glyhphosat erfolgt ein Rückgang des Aminosäure-Tryptophan-Spiegels.

Dieser Vorgang führt dazu, dass die notwendige Meldung des Neurotransmitters Serotonin ausbleibt. Konsequenzen dessen sind Gewichtszunahme, Depression und Alzheimer.

Parkinson (ugs. Schüttelkrankheit) ist eine chronische Erkrankung des Gehirns, die zu Störungen der Bewegungskontrolle führt.

Neuste Forschung, welche im Magazin Neurotoxicology and Teratology veröffentlich wurde, weist ebenfalls auf eine Verbindung zwischen Monsanto´s Roundup und Parkinson hin. Es heißt, Glyphosat verursacht einen Zelltod, mit erschreckenden Folgen.

Die Studie untersuchte die Verbindung zwischen Herbiziden (Pflanzenschutzmitteln) und Gehirnschäden. Diese Chemikalien wurden als der Hauptumweltfaktor in Verbindung mit neurodegenerativen Krankheiten, wie Parkinson, identifiziert.

Fazit: Wenn du Glyphosat zu dir nimmst, veränderst du im Wesentlichen die Chemie deines Körpers. Glyphosat ist vollkommen unnatürlich und der Körper kann nicht damit umgehen. Wenn es also in unser System gelangt, zerstört es unseren Darm und folglich auch unser Immunsystem. Auswirkungen sind Erkrankungen wie Autismus, Alzheimer und Parkinson.

Fakt 8: Chronisch kranke Menschen haben höhere Glyphosatspiegel als gesunde durch Rückstände in Futtermitteln

Kühe essen gentechnisch veränderte Futtermittel

Eine neue Studie aus Deutschland kommt zu dem Schluss, dass Glyphosat-Rückstände Menschen und Tiere durch Futtermittel erreichen können und sogar im Urin ausgeschieden werden (8).

Sie zeigt, wie das Vorhandensein von Glyphosat im Urin und dessen Ansammlung in tierischen Geweben sogar schon in geringen Mengen alarmierend ist.

Das Fazit dieser Studie lautet:

Die beschriebenen Eigenschaften Glyphosathaltiger Herbizide auf Böden, Umwelt, Menschen und  Tiere (Chelator, Bakteriostatikum, Hormonzerstörer, Zytostatikum), die auf den Wirkstoff Glyphosat  und auf die verwendeten Penetrationsmittel und anderen Beistoffe zurück gehen, sind ausreichend,  ein sofortiges Verbot auf EU-Ebene auszusprechen.

Der Nachweis dieses Wirkstoffes und eines Hauptmetaboliten in der Nahrungskette unterstützen diesen Gedanken. Der hauptsächliche Eintrag erfolgt über die gentechnisch veränderten (GVO), Glyphosat-resistenten Futter- und Lebensmittel (Soja, Mais, Raps, Zuckerrüben, etc.).

Diese sind seit  1996  in  Europa  zugelassen  (pro  Jahr  zwischen  38-50 Mio  Tonnen).  Bisher 28 erfolgte  in  Europa  keine Zulassung  des  Anbaus Glyphosat-resistenter GVO. Dieses könnte aber durch das TTIP aufgehoben werden.

Fazit: Glyphosat-Rückstände können Menschen und Tiere durch Futtermittel erreichen und sogar im Urin ausgeschieden werden. Das Vorhandensein von Glyphosat im Urin und dessen Ansammlung in tierischen Geweben ist sogar schon in geringen Mengen alarmierend.

Fakt 9: Studie verbindet gentechnisch veränderte Tierfuttermittel mit schweren Magenentzündungen und vergrößerten Gebärmuttern bei Schweinen

Erst kürzlich wurde eine Studie der Wissenschaftlerin Dr. Judy Carman in dem von Experten begutachteten Magazin Organic Systems veröffentlicht (9). Diese skizziert die Effekte einer GVO-basierenden Ernährung bei Schweinen und weshalb GVO einen Grund zur Sorge darstellt beim Thema Gesundheit.

Die Forscher teilten dabei die Schweine zufällig in 2 Gruppen ein. Eine der Gruppen (GV-Gruppe) wurde dabei mit genmaniouliertem Soja und gentechnisch verändertem Mais gefüttert.

Die Studie erstreckte sich über 23 Wochen, was leider die durchschnittliche Lebensspanne eines herkömmlichen Schweins von seiner Geburt bis zum Schlachten ist. In jeder Gruppe gab es die gleiche Anzahl an Männchen und Weibchen.

Es stellte sich heraus, dass es zwischen beiden Gruppen insbesondere Unterschiede im Magen- und Gebärmutterbereich gab.

  • Die GV-Gruppe verwies auf Gebärmuttern, die um 25% schwerer waren, als die der nicht mit GVO gefütterten Schweine.
  • GVO-gefütterte Scheine hatten eine höhere Rate (32%) von schweren Magenentzündungen als die nicht GVO-gefütterten Schweine (12%).

Da Schweine uns genetisch sehr ähneln, sollten auch wir daher besorgt sein.

Fazit: Die Studie skizzierte die Effekte einer GVO-basierenden Ernährung bei Schweinen und weshalb Genfood einen Grund zur Sorge darstellt beim Thema Gesundheit. Dabei kam es bei Schweinen mit genmanipulierten Futtermitteln zu schweren Magenentzündungen und vergrößerten Gebärmuttern.

Fakt 10: Die Risikobewertung gentechnisch veränderter Lebensmittel basiert auf nur wenigen wissenschaftlichen Beweisen

Tomaten mit einer Kennzeichnung als giftig aufgrund von GentechnikDie GVO-Risikobewertung basiert auf nur wenigen wissenschaftlichen Beweisen in dem Sinne, als dass die empfohlenen Testmethoden nicht ausreichend sind, um Sicherheit gewährleisten zu können (10,11,12)

Die ersten Leitlinien wurden ursprünglich dafür kreiert, um die Einführung von GV-Mikroben und Pflanzen in die Umwelt zu regeln – und zwar ohne groß den gesundheitlichen Bedenken Aufmerksamkeit zu schenken.

Trotzdem gelten diese heute weitgehend als zusätzliche, maßgebende wissenschaftliche Unterstützung bei der Einschätzung in Bezug auf die Lebensmittelsicherheit.

Seit 2003 wurden offizielle Standards für die Lebensmittelsicherheitsbewertung von der Codex Alimentarius Commission of FAO/WHO veröffentlicht.

Veröffentlichte Berichte mit ca. 25 von Fachleuten geprüften Studien haben herausgefunden, dass trotz der Richtlinien die Risikobewertung von Genfood keinem bestimmten Prototyp folgte.

In den Berichten heißt es:

Die Risikobewertung von GV-Pflanzen für die menschliche Ernährung und Gesundheit war nicht systematisch.  Die Auswertungen für jede GV-Pflanze wurden durchgeführt, indem verschiedene Fütterungszeiträume, Tiermodelle und Parameter genutzt worden waren.

Das häufigste Ergebnis ist, dass GVO und herkömmliche Quellen die gleiche nährstoffliche Leistung  und das gleiche Wachstum bei Tieren aufweisen.

Allerdings wurde auch von schädlichen mikroskopischen und molekularen Wirkungen in einigen GV-Lebensmitteln auf verschiedene Organe oder Gewebe berichtet. (12,13)

Fazit: Die empfohlenen Testmethoden für die Risikobewertung gentechnisch veränderter Lebensmittel sind nicht ausreichend, um Sicherheit gewährleisten zu können. Die ersten Leitlinien wurden ursprünglich dafür kreiert, um die Einführung von GV-Mikroben und Pflanzen in die Umwelt zu regeln ohne groß den gesundheitlichen Bedenken Aufmerksamkeit zu schenken.

 

Man kann also nicht sagen, Genfood wäre absolut harmlos. Bisher ist das Thema zu wenig erforscht, um solch eine klare Aussage zu treffen. Es gibt zudem einige Studien, die auf das Gegenteil hinweisen.

Was du dagegen tun kannst

Wegweiser mit der Aufschrift 100% Bio

Auch wenn das Thema Genfood bis jetzt noch nicht vollständig erforscht ist – indem du versuchst es zu meiden, bist du definitiv auf der sicheren Seite.

Mit diesen 5 Tipps kannst du gentechnik-frei leben:

Kaufe dir Bio-Produkte.

Diese Lebensmittel sind mit einem Bio-Siegel versehen. Das bedeutet, dass es zertifiziert und (noch) 100% gentechnik-frei ist. Es besteht aus rein biologischen Zutaten.

Besorge dir vor allem regionale Lebensmittel.

Wenn du einen Bauernhof in der Nähe kennst, bei dem Eier oder ähnliches verkauft werden – dann schlag zu. Mit einem persönlichen Gespräch kannst du dir hier auch ganz sicher sein, dass keine Gentechnik im Spiel ist.

Achte auf die entsprechende Kennzeichnung.

Produkte mit dem Logo „Ohne Gentechnik“ bedeuten, dass weder gentechnische Elemente, noch Spuren davon enthalten sind. Das ist besonders bei Fleisch und Milch wichtig. Tiere können mit Genfood gefüttert werden und ihre Erzeugnisse müssen nicht gekennzeichnet werden.

Bei Lebensmitteln mit diesem Logo kannst du dir allerdings sicher sein, dass auch die Tiere noch nie etwas von GVO gesehen haben. Natürlich gibt es auch die umgekehrte Variante: das Logo „Enthält Gentechnik“.

Mittlerweile müssen alle Lebensmittel, Zutaten oder Zusatzstoffe, die aus GVO hergestellt wurden, gekennzeichnet werden. Diese gilt es dann natürlich zu vermeiden. Also immer schön einen Blick auf die Verpackung werfen.

Meide riskante Zutaten.

Über 90% Soja weltweit ist gentechnisch verändert. Soja gehört daher, ähnlich wie Reis oder Raps, zur Risikogruppe. Bei Lebensmitteln, die diese Produkte enthalten, besteht daher eine große Gefahr, Spuren von GVO zu enthalten. Geh ihnen daher lieber aus dem Weg.

Lass dich führen.

Mittlerweile gibt es einen Einkaufsführer „Essen ohne Gentechnik – für gentechnikfreien Genuss“. Der wird dir sicher eine Hilfe sein.

Was bedeutet das für Dich?

Heutzutage ist es sehr schwierig, völlig gentechnik-frei zu leben. Wir finden die Spuren von GVO fast überall. Aber mit diesen Tipps kannst du die Zufuhr zumindest einschränken und deiner Gesundheit etwas Gutes tun. Die Zauberworte dafür sind ganz einfach Bio- und regionale Produkte.

Wichtig ist, dass wir verstehen, dass Genfood nicht das ist, für was es uns verkauft wird. Besonders Abkommen wie das TTIP können daher verheerende Auswirkungen auf unserer Gesundheit haben.

Quellen

Reese W, Schubert D. Safety testing and regulation of genetically engineered foods. Biotechnol Genet Eng Rev. 2004;21:299–324

Schubert D. A different perspective on GM food. Nat Biotechnol. 2002;20:969–969.

 

 

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