Darum könnte Intervallfasten DER Schlüssel zum erfolgreichen Abnehmen sein

Einige kennen es als alternierendes Fasten, andere als intermediäres Fasten, manche vielleicht auch als periodisches oder Teilzeit Fasten und die meisten wohl als intermittierendes Fasten. Der Begriff des Intervallfastens ist so vielfältig – aber was bedeutet es denn nun eigentlich?

Was ist Intervallfasten (IF) eigentlich?

Mann in Yoga Position mit Laptop auf dem Schoß

Bekannt wurde das Intervallfasten zunächst im englischen Sprachraum unter der Bezeichnung „intermittent fasting“. Zu deutsch heißt das ungefähr so viel wie „periodisch“ oder „unterbrochen“. Abgeleitet ist es dabei von dem lateinischen Wort „intermittere“.

„Fasting“ bedeutet logischerweiße Fasten, also keine feste Nahrung aufzunehmen. Setzen wir die beiden Begriffe zusammen:

Intervallfasten, oder intermittierendes Fasten, bedeutet also nichts weiter, als in bestimmten Zyklen zu fasten.

Es geht bei dieser Ernährungsform demnach weder darum, was du isst oder wie viel, sondern vielmehr wann du isst.

Einige schrecken vor dem Fasten zurück. Einen oder mehrere Tage überhaupt nichts essen? – Das kann doch nicht gesund sein! Ist es aber.

Fazit: Intervallfasten bedeutet, in bestimmten Zyklen zu fasten.

Warum Fasten tatsächlich gesund ist – Das Heilfasten

junge Frau mit ausgestreckten Armen in Blumenfeld bei Sonnenschein

Gehen wir mal zurück in alte Zeiten. Keine Supermärkte. Kein Überfluss. Als der Mensch sich noch selbst versorgen musste, war es nicht ungewöhnlich, dass er einen oder mehrere Tage nichts zu essen hatte. Unser Körper ist also im Grunde genommen darauf trainiert.

Sogar besser noch: er braucht es. Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde im Immanuel Krankenhaus Berlin und Inhaber der Stiftungsprofessur für klinische Naturheilkunde am Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomieder Charité-Universitätsmedizin Berlin, sagt dazu folgendes:

Daueressen ist von der Evolution auch gar nicht vorgesehen. Tatsächlich verändern sich durch das Drücken des Reset-Knopfes Zucker- und Cholesterinspiegel positiv. Die Insulinresistenz und der Blutdruck sinken, der Darm wird von Rückständen und abgestorbenem Zellmaterial befreit.

Wir wissen inzwischen auch, dass sich die Darmflora, die für das Immunsystem im Darm immens wichtig ist, durch das Fasten positiv verändern kann.

Alle Daten weisen darauf hin, dass sich die Stimmung bei 80 Prozent der Fastenden verbessert. Die Stimmungsverbesserung sicherte das Überleben der Spezies.

Heilfasten ist nicht das gleiche wie Intervallfasten. Beim Heilfasten erstreckt sich der Zeitraum meist über einige aufeinaderfolgende Tage. Nach Beenden des Fastens wird wieder normal gegessen.

Das Intervallfasten jedoch ist eine permanente Ernährungsweise. Hier ist die Zeit des Fastens zwar kürzer, erfolgt jedoch in regelmäßigen Abständen. Wie groß diese Abstände sind und wie lang die Zeit des Fastens ist unterscheidet sich häufig. Bisher wurden schon einige Methoden für intermittierendes Fasten entwickelt.

Fazit: Lange Essenspausen sind evolutionstechnisch vorgesehen und der Körper ist dafür gemacht worden. Er benötigt es als Ruhephase.

Wie funktioniert Intervallfasten? – 5 Methoden zum Intermittierenden Fasten mit Anleitung

Wer sich nun für Intervallfasten entschieden hat, der muss nun schauen, welche Methode tatsächlich am besten für einen ist. Diese Methoden unterscheiden sich sowohl in der Länge, als auch der Anzahl der Intervalle. Hier findest du 5 Pläne zum Intervallfasten:

Intermittierendes Fasten 1: Die 16:8 Methode

Entwickelt von: Martain Berkhan

Am besten geeignet für: alle Fitnessfreaks, die gern Körperfett verlieren und Muskelmasse aufbauen möchten

So funktioniert´s: Bei der 16:8 Methode fastest du 16h und in den verbleibenden 8h darfst du normal essen. Bei Frauen empfiehlt sicher eher ein Verhältnis von 14:10. Während der Fastenperiode sind selbstverständlich keine Kalorien erlaubt. Was du zu dir nehmen darfst sind Wasser, ungesüßter Tee und (schwarzer) Kaffee.

schlafende Frau mit Lächeln im Gesicht

Am einfachsten ist es, die Fastenperiode über Nacht einzulegen – die Stunden ohne Essen gehen schließlich am schnellsten und einfachsten rum! Wichtig ist im Übrigen auch, in den verbleibenden 8-10 Stunden etwas zu essen. Ansonsten raten die Hormone aus dem Gleichgewicht, was es schwieriger macht, durchzuhalten.

Was du isst richtet sich natürlich nach deinem Trainingsprogramm. Sollten Trainingseinheiten bevor stehen, eignen sich Kohlenhydrate besser. Ansonsten sind viel Fette und Proteine jedoch die besserer Variante, da sie länger satt halten.

Fertigprodukte, Fast Food oder Süßigkeiten sollten ohnehin größtenteils vermieden werden. Immerhin geht es hier um eine gesunde Ernährung.

Was spricht dafür?: Was viele tatsächlich mögen am 16 Stunden Fasten ist, dass es innerhalb der 8-10 Stunden keine Regeln gibt, in welchen Abständen man essen darf. In dieser 16 Stunden Diät kannst du quasi in den 8 Stunden essen wann immer du willst. Viele entscheiden sich dabei für 3 Mahlzeiten täglich.

Was spricht dagegen?: Die 8 Stunden Diät lässt dir zwar in dem „Essens-Zeitraum“ viel Spielraum, was die Frequenz angeht – allerdings nicht in Bezug auf was du isst. Ziel ist es ja immerhin, Fett zu verlieren und Muskelmasse aufzubauen. Das erfordert strenge Mahlzeitenpläne, besonders für diejenigen, die nebenbei noch trainieren.

Intermittierendes Fasten 2: Eat-Stop-Eat – Die 1-Tages-Diät

leerer Teller mit Besteck auf orangem Hintergrund

Entwickelt von: Brad Pilon

Geeignet für: jeden, der sich ohnehin gesund ernährt und nach dem extra Kick sucht

So funktioniert´s: Bei dem sogenannten „24 Stunden Fasten“ dreht sich alles um den Fastentag, und zwar immer einen pro Woche. An diesem Tag darfst du ebenfalls keine Kalorien zu dir nehmen, aber natürlich darfst du kalorienfreie Getränke trinken.

Du brauchst also nur einen Tag nichts essen und danach kannst du wieder ganz normal weiter machen. Einige bevorzugen es, ihren Fastentag mit einer großen Mahlzeiten zu beenden, andere sind auch mit einem kleinen Nachmittagssnack zufrieden. Das Timing für deinen Fastentag ist ganz dir überlassen.

Einen Tag fasten – was soll das bringen? Nun, der Punkt ist, dass deine gesamte wöchentliche Kalorienzufuhr gesenkt werden soll, ohne, dass du abgesehen von dem Fastentag weniger isst. Wer abnehmen will sollte natürlich auch zusätzliche Trainingseinheiten mit einbauen.

Was spricht dafür?: Ja, einen Tag nichts essen klingt nach einer sehr langen Zeit. Aber das Programm ist sehr anfängerfreundlich. Versuch an deinem ersten Fastentag einfach so lang wie möglich nichts zu essen und steigere dich einfach mit der Zeit.

Es ist leichter, wenn man an dem Tag fastet, an dem man sehr beschäftigt ist und wo keine obligatorischen Mahlzeiten anstehen.

Ein weitere Vorteil ist, dass es keine Regeln dazu gibt, was und wie viel man an den anderen Tagen essen darf; sprich kein Kalorienzählen. Auch hier gilt: auf Fast Food, Fertiggerichte und Süßigkeiten solltest du trotzdem weitestgehend verzichten. Fressorgien führen auch trotz Fastentag nicht zum Abnehmen.

Was spricht dagegen?: 24 Stunden fasten – das ist einfach eine lange Zeit, mit der viele Leute ihre Probleme haben. Einige beklagen sich dabei über Kopfschmerzen, Übelkeit oder sie fühlen sich einfach kränklich (wobei diese Symptome nach einer Zeit verschwinden würden).

Hinzu kommt: Wenn man einen Tag lang nichts gegessen hat, wird man schnell dazu verleitet, ein Fressgelage zu veranstalten. Das ist natürlich nicht Sinn der Sache. Es braucht schon ein wenig Selbstbeherrschung bei dieser 1-Tages-Diät.

Intermittierendes Fasten 3: Die 5:2 Diät

Entwickelt von: Michael Mosley

Geeignet für: alle, die gesund leben und/oder Gewicht verlieren möchten

So funktioniert´s: Einfach gesagt: 5 Tage essen, 2 Tage fasten. An den 5 Tagen kannst du im Übrigen auch ganz normal essen. Du brauchst also keine Kalorien zählen und es gibt in dem Sinne auch keine verbotenen Lebensmittel.

Die restlichen 2 Tage fastest du, wobei es sich hier nicht um eigentliches Fasten handelt. Denn du darfst täglich bis zu 500 kcal (als Frau) oder 600 kcal (als Mann) zu dir nehmen.

Wann du deine Fastentage einlegst, ist im Prinzip egal. Wichtig ist nur, dass sie nicht aufeinander folgen. Das heißt mindestens ein Nicht-Fastentag muss dazwischen liegen. Viele legen ihre Fastentage auf Montag und Donnerstag.

junge attraktive Frau isst Lachs-Omelette

Wie du deine Kalorien an deinem Fastentag verteilst, ist ganz allein deine Sache. Die meisten essen entweder 3 kleine oder 2 größere Mahlzeiten. Am besten eignen sich dafür protein- und ballaststoffreiche Gerichte. Die enthalten wenig Kalorien und machen lange satt.

Besonders in Bezug auf Gewichtsverlust machen viele sehr gute Erfahrungen mit der 5:2 Diät.

Was spricht dafür?: Im Gegensatz zu den herkömmlichen Fastentagen sind bei der 5:2 Diät immerhin einige Kalorien erlaubt. Das macht das Ganze auf jeden Fall weitaus erträglicher. Dass man an 5 Tagen die Woche sich normal wie immer ernähren kann, ist für die meisten auch ein Grund, sich für die 2-Tage-Diät zu entscheiden.

Was spricht dagegen?: Gefastet wird ja vor allem, um dem Körper Ruhephasen zu bieten. Die meisten gesundheitlichen Effekte stellen sich also erst ein, wenn dem Körper in der Fastenzeit überhaupt keine Kalorien hinzugefügt werden. Das ist bei der 5:2 Diät nicht der Fall.

Intermittierendes Fasten 4: Die Warrior Diät – der 20:4 Rhythmus

Frau mit traditionellem indianischen Kopfschmuck und Gesichtsbemalung

Entwickelt von: Ori Hofmekler

Geeignet für: diejenigen, die sich gern an Regeln halten

So funktioniert´s: Bei der Warrior Diät fastest du 20h lang und nimmst abends, in den verbleibenden 4h eine große Mahlzeit zu dir. Die Philosophie basiert darauf, dem Körper die notwendigen Nährstoffe synchron, in tagesperiodischen Zyklen zuzuführen.

Zudem geht man dabei davon aus, dass der Mensch ein „nächtlicher Esser“ ist, also von Natur aus so programmiert, Nachts zu essen.

Auch hier kannst du, ähnlich wie bei der 5:2 Diät, in der Fastenperiode einige wenige Kalorien in Form von rohem Gemüse und Obst, frischem Saft und einigen Proteinen zu dir nehmen.

Das soll die „kämpfe oder fliehe“-Reaktion, ausgelöst durch den Symphatikus des Nervenssystems, maximieren. Mit anderen Worten: Die Wachsamkeit, Energie und die Fettverbrennung sollen dadurch angeregt werden. Hofmekler bezeichnet diese Phase weniger als fasten, sonder vielmehr als „undereating“ (dt.: „zu wenig essen“).

Die 4 Stunden Phase, das „overeating“ (dt.: „überessen“) hat die genau gegenteilige Funktion. Sie soll den Parasymphatikus anregen. Dabei erholt sich der Körper und Ruhe, Enstpannung und die Verdauung werden gefördert.

Währenddessen kann der Körper auch die zugeführten Nährstoffe verarbeiten, um diese für Wachstum und Reperaturen zu verwenden.

Laut Hofmekler soll der nächtliche Abendschmauß auch dem Körper helfen, Hormone zu produzieren und tagsüber Fett zu verbrennen.

Währrend dieser 4 Stunden spielt vor allem auch die Reihenfolge der Lebensmittel eine Rolle. Anfangen solltest du dabei mit Gemüse, dann Proteine und zum Schluss Fett. Nur wenn du danach wirklich noch nicht satt bist, darfst du ein paar Kohlenhydrate essen.

Was spricht dafür?: Ähnlich wie bei der 5:2 Diät, darfst du hier auch in der Fastenzeit ein paar Snacks essen, was ein klarer Vorteil für diejenigen ist, die nicht lang ohne Essen auskommen. Praktizierende berichten außerdem oft von erhöhten Energieleveln und dem Verlieren von Fett.

Was spricht dagegen?: Die Warrior Diät schreibt nicht nur vor wann du essen darfst, sondern auch was und in welcher Reihenfolge. Das sind ganz schön viele Regeln, die man da befolgen muss. Auch für jene, die vor dem Schlafengehen lieber nicht so viel essen, ist diese Diät wohl eher nichts.

Intermittierendes Fasten 5: Die 10in2 Diät

Entwickelt von: James Johnson, M.D.

Geeignet für: jeden disziplinierten Esser mit einem bestimmten Wunschgewicht

So funktioniert´s: Bei der 10in2 Diät musst du jeden zweiten Tag fasten – und darfst folglich jeden anderen Tag ganz normal essen. Fasten bedeutet auch hier nicht, dass du überhaupt nichts essen darfst. Warum 10in2? Ganz einfach:

Ein Tag essen (1), ein Tag fasten (0) (in2) Tagen.

In der Regel sollte die Kalorienzufuhr am Fastentag etwa 1/5 deiner normalen Kalorienzufuhr sein. Wenn du also normalerweise 2000 kcal (als Frau) bzw 2500 kcal (als Mann) zu dir nimmst, dann sind an deinem junger durchtrainierter Mann trinkt MahlzeitenersatzshakeFastentag nur 400 bzw. 500 kcal erlaubt.

Für die Fastentage empfiehlt Johnson eher Shakes. Sie sind mit Nährstoffen angereichert und du kannst sie dir über den Tag einteilen und musst sie nicht in Mahlzeiten aufteilen. Doch diese „Mahlzeitenersatz-Shakes“ sind nur für die ersten 2 Wochen geeignet. Anschließend solltest du richtige Lebensmittel zu dir nehmen.

Tipp: Wer trainiert sollte seine Trainingseinheiten an einem „normalen“ Tag machen. Aber das dürfte ja eigentlich klar sein.

Was spricht dafür?: Diese Diät ist perfekt zum Abnehmen geeignet. Laut Johnson nimmt jeder, der seine Kalorienzufuhr um 20-35% senkt, etwa einen Kilo pro Woche ab.

Was spricht dagegen?: Bei dieser Diät kann es leicht passieren, dass es an den „normalen“ Tage zu einem Essgelage kommt. Die Diät wird damit ineffektiv. Um das jedoch zu vermeiden, kannst du deine Mahlzeiten einfach vorher planen.

Beachte: Nicht jede dieser Methoden entspricht dem Fasten im eigentlichen Sinne! In der Regel bedeutet Fasten, dem Körper über einen bestimmten Zeitraum hinweg überhaupt keine Kalorien zuzufügen.

Im Übrigen kannst du das alles auch sehr frei und spontan machen. Solltest du mal keinen Hunger oder keine Zeit haben – dann lass die Mahlzeit einfach weg. An manchen Tagen ist einem eben nicht immer nach Essen. Ab und zu mal eine Mahlzeit auslassen ist ebenfalls eine Art des Intervallfastens.

Welchen Einfluss hat Intervallfasten auf deine Zellen und Hormone?

Fröhliche junge Frau im Hipster Outfit zeigt beide Daumen nach oben

Wenn du fastest, bleibt das natürlich nicht ohne Folgen. Und diese sind durchweg positiv! So wirkt sich Fasten auf eine Zellen und Hormone aus:

  • Insulin: Die Insulinsensitivität verbessert sich und der Insulinspiegel sinkt rapide. Ein solch niedriger Insulinspiegel macht das Fett in den Zellen zugänglicher (1).
  • Zellreparatur: Wenn du fastet, regen deine Zellen zelluläre Reperationsprozesse an, darunter die sogenannte Autophagie. Dabei verdauen und entfernen Zellen alte, dysfunktionale Proteine, die sich in den Zellen gebildet haben (2,3).
  • Genexpression: Es treten Änderungen in der Funktion von Genen im Zusammenhang mit Langlebigkeit und dem Schutz vor Krankheiten auf (4,5).
  • Wachstumshormon (HGH): Das Level des Wachstumshormons HGH kann sich beim Fasten um das 5-fache erhöhen. Das regt beispielsweise den Muskelaufbau und den Fettverlust an (6,7,8).

Und genau diese Effekte sind letztlich verantwortlich für die gesundheitlichen Vorteile, die Fasten mit sich bringt.

Wie wirkt sich Intervallfasten auf deine Gesundheit aus?

6 Personen springen am Strand bei Sonnenuntergang in die Luft

Zahlreiche Studien, sowohl an Tieren als auch Menschen, konnten zeigen, dass Fasten ganz hervorragende Wirkungen auf unsere Gesundheit hat. Und wer gesund ist, lebt länger, richtig? Hier sind einige phänomenale gesundheitliche Effekte, die Fasten auf uns haben kann:

  • Insulinresistenz: Intervallfasten kann deine Insulinresistenz verringern, deinen Blutzuckerspiegel um 3-6% und deinen Insulinspiegel sogar um 20-31% senken (9). Das beugt vor allem Diabetes Typ 2 vor.
  • Entzündungen: Es hat sich gezeigt, dass durch Fasten einige Entzündungsmarker reduziert werden. Entzündungsprozesse sind häufig die Ursache für chronische Krankheiten (10,11,12).
  • Herzgesundheit: Intervallfasten kann allem Anschein nach auch das schlechte LDL-Cholesterin sowie die Triglyceride im Blut senken. Verbunden mit den Eigenschaften in Bezug auf Entzüdungen und Insulinresistenz ist Fasten also hervorragend zur Vorbeugung von Herzerkrankungen geeignet (13).
  • Gehirngesundheit: Intervallfasten erhöht einen Wachstumstumsfaktor (BDNF) im Gehirn und fördert wahrscheinlich das Wachstum von Nervenzellen (14,15,16). Es soll vor Alzheimer schützen (17).
  • Krebs: Tierstudien lassen vermuten, dass Intervallfasten auch Krebs vorbeugen kann (18,19,20,21).
  • Alterungsprozess: Intervallfasten ist ein hervorragendes Mittel für jeden, der jung bleiben möchte. Jedenfalls hat das bisher bei Ratten gut funktioniert. Studien haben gezeigt, dass Intervallfasten die Lebensrate von Ratten um 36-38% erhöht (22,23).

Die Forschung rund um das Fasten steckt jedoch noch in ihren Kinderschuhen. Bisher gibt es nur wenige Langzeitstudien, die mit Menschen durchgeführt worden sind. Hoffen wir, dass sich das in den kommenden Jahren ändert und wir bald noch mehr über dieses wundersame Phänomen erfahren.

Warum intermittieriendes Fasten perfekt zum Abnehmen ist

junge, sportliche Frau. bauchfrei, mit um die Hüfte gewickeltem Maßband

Der Grund, weshalb Intervallfasten in den letzten Jahren so bekannt und vor allem beliebt geworden ist, ist vor allem einer: das Abnehmen. Denn dazu eignet sich die Intervalldiät ausgezeichnet. Aber wieso eigentlich?

Zum einen, weil du viel weniger Kalorien (wöchentlich gesehen) zu dir nimmst. Logisch – am Ende kommt alles auf das Kaloriendefizit an. Du musst mehr verbrennen, als du zu dir nimmst.

Bei diesem Verbrennungsprozess ist das Intervallfasten dir jedoch auch zusätzlich behilflich. Denn es setzt ein sehr bekanntes Fettverbrennungshormon frei: Noradrenalin. Das führt nämlich dazu, dass sich deine Stoffwechselrate um bis zu 3,6-14% erhöht (24,25).

Natürlich hat auch der positive Einfluss vom Intervallfasten auf deinen Blutzucker- und Insulinspiegel Folgen für dein Gewicht – das Abnehmen geht so viel leichter, denn bei niedrigem Insulinspiegel kann der Körper leichter Fett verbrennen.

Auch eine Review-Studie aus dem Jahr 2014 konnte zeigen, wie effektiv intermittierendes Fasten sein kann. Dabei verloren die Probanden 3-8% ihres Gewichts und 4-7% ihres Taillenumfangs innerhalb von 3-24 Wochen (26). Vor allem letzteres deutete darauf hin, dass periodisches Fasten das schädliche Bauchfett angreift, welches oft Ursache von Krankheiten ist.

Eine weitere Studie hat außerdem gezeigt, dass man beim Intervallfasten weniger Muskelmasse verliert, als bei einer Diät, bei der man durchgehend die Kalorienzufuhr begrenzt (27).

Natürlich setzt all das voraus, dass du dich während deiner Nicht-Fastentage ebenfalls gesund ernährst. Bei Fast Food, Fertiggerichten und viel Süßigkeiten hilft auch kein Intervallfasten.

Fazit: Intervallfasten führt vor allem dazu, dass du weniger Kalorien als sonst zu dir nimmst. Außerdem regt es die Freisetzung eines Fettverbrennungshormones an und wirkt sich positiv auf den Insulin- und Blutzuckerspiegel aus. All das fördert zusätzlich das Abnehmen.

Intervallfasten – Für jeden geeignet und vollkommen sicher?

Um das gleich mal vorne weg zu nehmen – nein, intermittierendes Fasten ist nicht für jeden geeignet! Immerhin beeinflusst die Intervalldiät stark deinen Körper und damit deine Gesundheit.

Obwohl das in den meisten Fällen ein positiver Einfluss ist, so kann er unter bestimmten Voraussetzungen auch negativ sein. Du solltest Intervallfasten unbedingt mit deinem Arzt besprechen oder gar unterlassen, wenn du…

  • Diabetes hast.
  • Probleme mit der Blutzuckerregulation hast.
  • Medikamente nimmst.
  • schwangere, glückliche Fraueine Esstörung hattest/hast.
  • untergewichtig bist.
  • niedrigen Blutdruck hast.
  • versuchst ein Baby zu bekommen.
  • schwanger bist oder stillst.
  • Probleme mit Amenorrhö (Ausbleiben der Regelblutung) hast/hattest.

Wie du sehen kannst, müssen vor allem Frauen etwas aufpassen – nicht für jede ist intermediäres Fasten geeignet . Ansonsten brauchst du dir aber keine Sorgen zu machen – Intervallfasten ist auf jeden Fall sicher.

Fazit: Menschen mit besonderen medizinischen Konditionen sollten eher die Finger vom Intervallfasten lasssen. Ansonsten ist die Diät jedoch völlig unbedenklich.

Hat Intervallfasten eigentlich Nebenwirkungen?

Der größte Nebeneffekt ist wohl Hunger. Doch das ist nur am Anfang der Fall. Du fühlst dich wahrscheinlich schwach und bekommst Kopfschmerzen.

Dein Körper muss sich eben erst an diese Umstellung gewöhnen. Danach, so beschreiben viele, fühlt man sich jedoch sogar noch energiereicher als in „normalem“ Zustand.

Darum macht Intervallfasten dein Leben einfacher

Frau hat keine Lust zum Aufwaschen

Intervallfasten bedeutet: weniger Mahlzeiten. Also auch weniger planen, weniger einkaufen, weniger kochen und weniger aufräumen.

Es spart also nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Und das bei all den tollen gesundheitlichen Vorteilen! Kein Wunder, dass immer mehr Menschen von Intervallfasten begeistert sind.

Das sind die häufigsten Fragen zum Intervallfasten

Solltest du jetzt immer noch Fragen haben, dann hilft dir das jetzt hoffentlich weiter. Das sind die häufigsten Fragen, die Leute zum intermittierenden Fasten haben:

Ist es nicht ungesund das Frühstück wegzulassen?

Nein. Häufig liegt das Problem bei den „Frühstücküberspringern“ darin, dass sie sich den restlichen Tag nicht gesund ernähren. Stell einfach sicher, dass du dich in deinen „Essphasen“ von gesunden Nahrungsmitteln ernährst.

Kann ich während des Fastens trainieren?

Ja, natürlich. Wie du bei den verschiedenen Methoden siehst, wurden einige extra in Bezug auf zusätzliches Workout entworfen. Viele empfehlen beim Training an einem Fastentag sogenannten verzweigtkettige Aminosäuren (BCAAs).

Werde ich durch das Fasten an Muskelmasse verlieren?

So ziemliche alle Abnehm-Methoden verursachen in gewisser Weise auch einen Verlust an Muskelmasse. Dem kannst du natürlich entgegen steuern, indem du viel trainierst und zahlreiche Proteine zu dir nimmst.

Eine Studie hat außerdem gezeigt, dass man beim Intervallfasten weniger Muskelmasse verliert, als bei einer Diät, bei der man durchgehend die Kalorienzufuhr begrenzt (27).

große Wasserflasche mit Wasserspritzern ringsherumDarf ich während der Fastentage Flüssigkeiten zu mir nehmen?

Selbstverständlich. Das ist sogar wichtig, besonders an heißen Tagen. Allerdings sind dabei nur Flüssigkeiten ohne Kalorien erlaubt, sprich Wasser, ungesüßter Tee und schwarzer Kaffee.

Verlangsamt Intervallfasten meinen Metabolismus?

Nein, sogar ganz im Gegenteil. Studien haben gezeigt, das Kurzzeit-Fasten den Stoffwechsel beschleunigt (28,29). Herkömmliches Fasten ab 3 Tage könnte den Metabolismus jedoch etwas verlangsamen (30).

Kann ich Nahrungsergänzungsmittel während des Fastens zu mir nehmen?

Ja, das darfst du. Bedenke jedoch, dass einige Ergänzungsmittel, vor allem fettlösliche, besser mit Mahlzeiten wirken.

Sollten Kinder fasten?

Eher nicht.

Erfahrungen mit Intervallfasten – ist das was für mich?

hübsche, stylisch gekleidete junge Frau lacht und zeigt mit den Daumen auf sich

Das kommt ganz auf dich selbst an. Wer Gewicht verlieren möchte, für den könnte das sicher etwas sein. Aber es gibt auch zahlreiche andere, genauso wirksame Ernährungsformen, mit denen man Abnehmen oder auch einfach gesund leben kann, z.B. eine Low Carb oder Paleo Ernährung.

Intervallfasten ist also kein Muss. Es spricht nichts dagegen, es einmal auszuprobieren. Für einige ist es eben was, für andere nicht. Wichtig ist, dass du dich damit wohlfühlst.

Erfolge beim intermittierenden Fasten: Diese Erfahrungen wurden bereits damit gemacht

Mein erster naiver Gedanke „Hoffentlich verhungere ich nicht!“ (…) Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass es mir sogar besser ging ohne zu essen. Ich habe an meinem Nicht-Ess-Tag ein 10 Stunden dauerndes Seminar mit Höchstbelastung geleitet und fühlte mich ausgezeichnet. Ich habe allerdings sehr viel Wasser und Tee getrunken.

Juergen Schiefer, gefunden auf http://juergen-schiefer.com/10in2-erfahrungsbericht-nach-40-tagen-intermittierendes-fasten/

Meine persönlichen Erfahrungen mit (intermittierendem) Fasten sind positiv. (…) An den Hunger gewöhnt man sich schneller, als man denkt. Außerdem wird er immer weniger, je länger man das macht. (…) Die Effekte auf meine Konzentration, mein Wohlbefinden und mein Gewicht finde ich hervorragend.

Benedikt Menges, gefunden auf http://www.dubistdercoach.de/2016/02/07/intermittierendes-fasten-erfahrungen/

Die ersten paar Mal haben sich meine Gedanken nur ums Essen gedreht, das wurde aber schnell besser. Ich hab mir davon auch einen leichten Gewichtsverlust erhofft, der sich leider nicht eingestellt hat, obwohl durch das Weglassen von zwei Mahlzeiten an zwei Tagen die Woche ja doch ein paar Kalorien eingespart habe. (…)

Ich war jedenfalls leicht frustriert, hab es aber bis Dezember trotzdem durchgezogen, weil es ja so gesund sein soll. Dann kam der große Stress in der Arbeit vor Weihnachten und ich musste aufhören, weil ich es einfach nicht mehr geschafft hab unter solchen Belastungen, habe auch Kopfschmerzen bekommen.

Leah88, gefunden auf http://www.abnehmen.com/threads/207497-kurzzeitfasten-bzw-intermittierendes-fasten-erfahrungen

Zu allererst ja, intermittierendes Fasten funktioniert – bei mir. Ich habe zwischen fünf und 6 cm Bauchfett verloren und das in knapp drei Monaten von Mitte Mai bis Mitte August.

Ja, es ist manchmal schwierig, den ganzen Tag nichts zu essen, vor allem wenn man zuhause ist, nichts zu tun hat oder der Tag irgendwie stressig ist, ohne dass man die ganze Zeit beschäftigt ist.

Mein Eindruck ist, dass man an Esstagen schneller satt ist. Allerdings kann es immer noch passieren, dass man Fressflashs bekommt. Wenn man dazu neigt, sollte man keine entsprechenden Lebensmittel im Haus haben, die Karte vom Pizza-Taxi verbrennen und alle mit Hausverbot belegen, die leckere Sachen mit sich führen.

Domingos de Oliveira, gefunden auf http://www.oliveira-online.net/wordpress/index.php/ernaehrung-sport-und-diaeten/meine-erfahrungen-mit-dem-intermetierenden-fasten/

Hast du schon Erfahrungen mit Intervallfasten gemacht? Oder hast du vielleicht vor es auch einmal auszuprobieren? Hinterlasse gern einen Kommentar!

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