Low Carb ketogene Diät hilft bei Krebs, da Krebs eine Stoffwechselerkrankung ist

Krebs ist die zweithäufigste Diagnose in Deutschland und endet nicht selten mit dem Tod. Neben der Bekämpfung durch typische Heilungsmethoden, wie Bestrahlung und Chemotherapie suchen Patienten immer öfter nach Alternativen, den Krebs zu besiegen.

Eine davon ist die ketogene Ernährung. Kann sie den Krebs heilen?

Was sagt die Wissenschaft?

Spritze und zwei Fläschchen mit FlüssigkeitOb eine Diät einen Tumor besiegen kann, ist bisher noch nicht erwiesen. Was eine ketogene Ernährung aber definitiv kann, ist das Wachstum der Krebszellen hemmen (1).

Das liegt folgender Ursache zu Grunde: Auch Tumorzellen ernähren sich von Glucose und zwar in großen Mengen. Ketonkörper in hoher Konzentration, die bei einer solchen fettreichen, kohlenhydratarmen Ernährung entstehen, reduzieren die Glucoseaufnahme und -verwertung der Tumorzellen, wodurch diese folglich absterben.

Die Keto Diät ist damit nicht nur ein hervorragendes Mittel gegen Krebs, sie kann auch helfen, Krebs vorzubeugen.

Dr. troph. Gisela Krause-Fabricius erklärt:

Diese Beobachtung ist um so wichtiger, als dass Tumoren mit zunehmender Aggressivität immer mehr Glucose als einzig mögliche Energiequelle verwenden. Das heißt, eine Behinderung des Glucoseabbaus kann das Tumorwachstum hemmen.

Gleichzeitig verhindern die Ketonkörper den Eiweißabbau und damit den gefürchteten Muskelschwund.

Durch die extrem kohlenhydratarme Ernährung gibt es außerdem keine Insulinspitzen – Insulin und der verwandte Insulin-like-growthfaktor (IGF1) gelten als Wachstumsförderer von Tumorzellen.

Außerdem können Patienten dadurch ihre Muskelmasse sowie ihr Körpergewicht aufrechterhalten. Betroffene sollten eine solche Diät jedoch trotzdem nur in Absprache mit ihrem Arzt durchführen. Eine entprechende Krebsernährung kann folgendermaßen aussehen:

Ketogene Lebensmittel gegen Krebs:

„Metabolisch adaptierte Ernährung“ (Holm, 2007)

*Für Ölsäure (Olivenöl) liegen derzeit außer für die Prävention keine übereinstimmenden Resultate vor. Ein leicht hemmender Effekt auf das Tumorwachstum wird jedoch angenommen

Fazit: Ob eine Diät einen Tumor besiegen kann, ist bisher noch nicht erwiesen. Was eine ketogene Ernährung bei Krebs aber definitiv kann, ist das Wachstum der Krebszellen hemmen. Denn auch Tumorzellen ernähren sich von Glucose.

Was zeigt die Praxis?

Junge Frau in weißen Kleid mit bunten Luftballons in der Hand läuft Straße entlang

Wie gut diese Diät bei Krebs funktionieren kann zeigt das Beispiel von Christiane Wader.

Hier sind einige Ausschnitte aus ihrem Erfahrungsbericht:

In der darauf folgenden Anschlussheilbehandlung erzählte mir zum ersten Mal ein Mitpatient, dass Zucker im Zusammenhang mit dem Wachstum von Krebszellen stehen könnte.

Alle medizinischen Koryphäen in meinem Umfeld beruhigten mich Naschkatze mit den typischen Sätzen „Lassen Sie sich nicht stressen, es ist nichts bewiesen“ oder ‚Quälen Sie sich nicht mit so einer Diät, gönnen Sie sich ruhig etwas‘.

Im Sommer 2011 ging ich frohen Mutes meinem Job wieder in Vollzeit nach und schaffte parallel mein Sportpensum: ich war fit und äußerst motiviert. Kurz darauf, nur 9 Monate nach der letzten Bestrahlung, bekam ich die niederschmetternde Diagnose von multiplen Lebermetastasen.

Im Rahmen der Metastasen-Diagnostik im Herbst 2011 wurde zur Bildgebung ein sogenanntes PET CT (Positronen-Emissions-Tomographie kombiniert mit der Computertomographie) eingesetzt.

Hierbei wird radioaktiv markierte Glukose eingesetzt, da Entzündungen (dazu gehören ebenfalls bösartige Tumore oder Metastasen) einen im Vergleich zu gesundem Gewebe wesentlich erhöhten Glukosestoffwechsel aufweisen.

Siehe da, der Fingerzeig auf den Zucker erreichte uns abermals, nur dieses Mal direkt im klinischen Bereich.

Daher gingen wir der Frage nach, auf welchen Wegen wir an belastbare Informationen hinsichtlich Krebs und Zucker gelangen könnten. Mein Mann hat schon vor Jahren im Rahmen von firmenunterstützten Gesundheitschecks die low carb Ernährung in der Klinik Überruh, Isny, kennengelernt.

junge hübsche Frau mit kurzen Haaren lachen mit rosa Blume in der HandWir ernährten uns daher bereits seit einiger Zeit nach der LOGI (low glycemic index) Methode. Bei dieser kohlenhydratreduzierten Ernährung fühlten wir uns leistungsfähiger und sammelten Erfahrung in Bezug auf Lebensmittel, Rezepte und die Organisation dieser Ernährungsform im Alltag.

Dr. Peter Heilmeyer, Isny, empfahl uns als Lektüre eine Broschüre von Prof. Ulrike Kämmerer (Biologin am Universitätsklinikum Würzburg) bezüglich der ketogenen Ernährung bei Krebserkrankungen.

Er riet mir im ersten Schritt zu einer Umstellung der low carb Ernährung auf ein strenges low carb (maximal 80 Gramm Kohlenhydrate pro Tag), um dann Schritt für Schritt bei der ketogenen Ernährung anzukommen.

Kurz darauf traf ich auf einer Tagung Frau Prof. Kämmerer persönlich, nach einem intensiven Gespräch nahm sie mich unter ihre Fittiche. Dank ihrer überzeugenden Schilderungen und vielen praktischen Tipps startete ich motiviert mit der ketogenen Ernährung.

Ich bin glücklich, jeden Tag aktiv etwas für mich und gegen den Krebs zu tun. Was ich esse und somit in meinen Organismus gelangt, liegt nur an mir und ist absolut steuerbar, organisierbar und obendrein köstlich.

Meine Ernährung ist und bleibt ketogen. Anfang 2014 erreichte ich mein anfänglich gestecktes “2-Jahres-Keto-Durchhalte-Ziel“ und habe seit meiner letzten Operation, Ende 2011, immer noch eine vollständige Remission.

Fazit: Ich bin glücklich, jeden Tag aktiv etwas für mich und gegen den Krebs zu tun. Anfang 2014 erreichte ich mein anfänglich gestecktes “2-Jahres-Keto-Durchhalte-Ziel“ und habe seit meiner letzten Operation, Ende 2011, immer noch eine vollständige Remission.“ (Christiane Wader)

 

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