Wie gesund ist Kuhmilch wirklich? – Top 5 der erschreckendsten Fakten über Kuhmilch

„Milch ist gesund und macht stark“ – Diesen Satz kennen wir nur allzu gut, denn das ist es, was uns die meisten Ernährungsexperten erzählen. Tatsächlich gibt es jedoch mittlerweile viele Studien, die diese Einstellung zum Konsum von Kuhmilch stark bezweifeln.

Die Rede ist dabei nicht nur von Menschen mit Laktoseintoleranz oder Milchallergie – die negativen Auswirkungen betreffen uns alle, denn Milch ist für jeden ungesund.

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Könnte es denn sein, dass Kuhmilch tatsächlich nur für Kühe ist? Hier findest du die Top 5 der erschreckendsten Fakten über (Kuh)milch:

Fakt 1: Kuhmilch ist NICHT gut für die Knochen und erhöht sogar das Sterberisiko

junge Frau hält sich mit schmerzverzerrtem Gesicht ihr Handgelenk

Der häufigste Satz, den sich Kinder anhören müssen, wenn sie ein Glas Milch trinken sollen ist: „Das ist gut für die Knochen.“ Tatsächlich hat eine schwedische Studie herausgefunden, dass das gar nicht stimmt.

Hierbei wurden 60.000 Frauen über 20 Jahre lang beobachtet. Es wurde festgestellt, dass Frauen, die mehr als 3 Gläser Milch am Tag tranken, eine fast doppelt so hohe Sterblichkeitsrate hatten als die Frauen, die weniger als ein Glas Milch am Tag tranken.

Doch darüber hinaus konnte sich die Knochengesundheit derjenigen mit hohem Milchkonsum nicht verbessern. Tatsächlich hatten diese letztlich mehr Frakturen, insbesondere Hüftfrakturen.

Interessanterweise fand man heraus, dass fermentierte Milchprodukte, wie Käse oder Joghurt, die Sterblichkeit und Frakturen unter diesen Frauen signifikant verringert. Für jede Portion dieser fermentierten Milchprodukte wurden die Sterblichkeit und Hüftfrakturen um 10-15% reduziert.

Wissenschaftler schreiben daher den negativen Effekt der flüssigen Milch der G-Galactose zu, einem Abbauprodukt der Lactose, was sich als entzündungsfördernd herausgestellt hat. Milch hat dementsprechend deutlich mehr G-Galactose als Käse oder Joghurt.

Schlussendlich erhöhen sich also mit zunehmendem Milchkonsum das Sterberisiko und das Risiko für osteoporotische Frakturen. (1)

Glas Milch, in dem die Milch nach oben schwapptDer Grund hierfür können Entzündungsprozesse sein, die durch das Abbauprodukt G-Galactase verursacht werden. In besagter Studie verwiesen die Blutanalysen der Milchtrinker auf erhöhte Entzündungswerte und einen erhöhten oxidativen Stresspegel.

Beides in Kombination ist der Auslöser von vielen ernsthaften Krankheiten, wie Bluthochdruck, Arteriosklerose, Diabetes, Arthritis, Osteoporose, Neurodermitis, Reizdarmsyndrom, Allergien, chronische Nebenhöhlenentzündungen, Parkinson, entzündliche Darmerkrankungen, Alzheimer oder Krebs.

Das erklärt auch das erhöhte Sterberisiko.

Der Grund, warum Menschen glauben, Milch sei gut für die Knochen ist das Calcium. Das Calcium gut für die Knochen ist, stimmt auch. Was viele nicht wissen – der Verzehr von Milch entzieht dem Körper allerdings das Calcium auch wieder.

Grund hierfür ist eine Übersäuerung, die durch die Milchsäure entsteht. Um diese Übersäuerung zu neutralisieren, braucht der Körper Calcium, welches er aus den Knochen nimmt. Oftmals führt das Ganze letztlich eher zu einem Calciummangel.

Es ist demnach nicht nur entscheidend, wie viel Calcium man aufnimmt, sondern auch wie viel anschließend auch wieder verbraucht wird. Man sollte daher eher auf pflanzlichen Quellen, wie Blattgemüse, Brokkoli oder Bohnen zurückgreifen, um seinen Calcium-Haushalt zu decken.

Fazit: Der Verzehr von Milch entzieht dem Körper das Calcium. Grund hierfür ist eine Übersäuerung, die durch die Milchsäure entsteht. Um diese Übersäuerung zu neutralisieren, braucht der Körper Calcium, welches er aus den Knochen nimmt.

Fakt 2: Kuhmilch erhöht das Krebsrisiko

junge braune Kuh mit weißem Kopf und er Nummer 7018 am Ohr schaut durch Zaun

Mittlerweile müssen wir feststellen, dass in unserer heutigen Ernährung erschreckend viel krebserregend ist. Die folgenden Studien zeigen, dass Milch da leider keine Ausnahme ist.

Beobachtungsstudien zwischen Ländern sowie innerhalb einzelner Populationen konnte gezeigt werden, dass ein Zusammenhang zwischen einem hohen Milchkonsum und einem erhöhten Risiko für Prostatakrebs besteht. (2)

In weiteren Studien wurde festgestellt, dass ein hoher Milchkonsum ebenfalls in Verbindung mit Eierstockkrebs gebracht werden kann. (2)

Bei interventionellen Tierversuchen und Humanstudien wurde herausgefunden, dass Milchproteine den IGF-1-Spiegel (insulinähnlicher Wachstumsfaktor-1) ansteigen lassen. Erhöhte IGF-1-Spiegel wurden nun mit mehreren Krebsarten in Verbindung gebracht. (3)

Bei Tierversuchen förderte das primäre Milchprotein Kasein Krebs ausgelöst durch ein Karzinogen (eine Substanz, ein Organismus oder eine Strahlung, die Krebs erzeugen oder die Krebserzeugung fördern kann). (4)

Bodo Melnik, Hautarzt in Gütersloh und Lehrbeauftragter an der Uni Osnabrück, meint zum Thema Milch und Krebs folgendes:

Milch ist grundsätzlich gefährlich. Milch ist ein Starter-Kit des Wachstums. Die Aufgabe der Milch ist es, das Wachstum von Säugetieren in den ersten Monaten zu pushen.

Das ist praktisch ein Dopingsystem der Natur. Das Problem ist, dass das Signal der Kuhmilch beim Menschen falsch ankommt, weil es nicht in der richtigen Signalstärke gesendet wird. Beim Menschen führt Kuhmilch zur vorzeitigen Alterung und zu Zivilisationskrankheiten.

Jede Tiermilch überträgt grundsätzlich zwei Signalsysteme, zum einen hohe Mengen wachstumsstimulierender Aminosäuren, zum anderen genregulierendes Material, sogenannte kleinste Ribonukleinsäuren (MikroRNS), die zu Millionen in Gestalt virusähnlicher Partikel in der Milch vorkommen.

Besorgniserregend ist vor allem, dass die Milch auch die krebserzeugende MikroRNS-21 enthält, die auch von bösartigen Tumoren gebildet wird.

Ein weiterer Grund für ein erhöhtes Krebsrisiko ist das sogenannte Progesteron. Eine trächtige Kuh enthält davon eine Menge, denn es ist wichtig für das Embryo. Die Progesteronmengen schützen ihn vor der Immunabwehr seiner Mutter, sodass ihr Immunsystem es nicht als Fremdkörper einstuft.

Mit dem Konsum von Kuhmilch gelangt dieses Progesteron auch in den menschlichen Organismus und setzt dabei ebenfalls die Immunabwehr runter, was zu häufigen Erkrankungen führt.

Doch die riesigen Progesteronmengen hemmen zusätzlich noch ein Enzym, welches für den Zelltod mitverantwortlich ist. So können sich Krebszellen beispielsweise ungehindert ausbreiten.

Fazit: Das Problem ist, dass das Signal der Kuhmilch beim Menschen falsch ankommt, weil es nicht in der richtigen Signalstärke gesendet wird. Beim Menschen führt Kuhmilch zur vorzeitigen Alterung und zu Zivilisationskrankheiten. (Bodo Melnik)

Fakt 3: Kuhmilch kann krank machen

Besonders Kinder sind davon betroffen, denn Studien haben herausgefunden, dass Kuhmilch bei Säuglingen und Kindern anders wirkt, als bei Erwachsenen.

Kuhmilch ist offensichtlich in der Lage bei Kindern die eigene Hormonausschüttung so umzuprogrammieren, dass im späteren Leben Krebs oder Herzerkrankungen auftreten können.

Warnschild, darunter steht DiabetesEin ganz klarer Grund, weshalb Kinder keine Kuhmilch trinken sollten ist außerdem, dass diese zu Diabetes Typ 1 führen kann. Diabetes ist eine Autoimmunkrankheit und wird dann verursacht, wenn das Immunsystem fälschlicherweise denkt, die insulinproduzierenden Zellen seien schädlich und müssen vernichtet werden.

Das Immunsystem hängt sehr stark von der Darmgesundheit ab. Es hat sich gezeigt, dass Milchproteine, insbesondere das A1-Beta-Casein, den Darm und damit das Immunsystem negativ beeinflussen. Die Wahrscheinlichkeit für Diabetes Typ 1 erhöht sich damit.

Doch damit nicht gut – Kuhmilch ist außerdem ein ausschlaggebender Grund dafür, dass Kinder häufig an Erkrankungen wie Atemwegsinfekte (Husten, Schnupfen),  fiebrige Erkältungen und Mittelohrentzündungen leiden.

Auch das häufige Auftreten von Asthma im Kindesalter wird in Verbindung mit einem erhöhten Milchkonsum gebracht. Dabei steigt das Risiko für jene Krankheiten mit dem Grad der Erhitzung.

Rohmilch ist demnach noch am wenigsten schlecht. Weiterhin kann Kuhmilch verantwortlich für Allergien, besonders bei Säuglingen, chronischen Infekten und Hautproblemen, wie Neurodermitis oder Akne sein.

Häufig hängen auch diese Erkrankung, wie Diabetes Typ 1, vom Immunsystem und damit von einer gesunden Darmflora ab.

So leiden Asthmatiker beispielsweise an einer Dysbakterie – einer Schädigung der Darmflora, welche unter anderem durch Übersäuerung entsteht. Gerade ein hoher Kuhmilchverzehr kann zu einer solchen Übersäuerung führen.

Doch noch viel erschreckender sind folgende Ergebnisse:  Die Ausgabe des The Lancet vom 05. November  1994 verglich damals Babys, die einerseits mit Muttermilch, andererseits mit Kuhmilch gefüttert wurden.

Mutter umarmt ihr Baby und gibt ihm einen Kuss auf die WangeEs stellte sich heraus, dass Kinder, die mit Kuhmilch gefüttert wurden, ein 14-mal höheres Risiko für Durchfall bezogenen Komplikationen sowie ein 4-fach erhöhtes Risiko für einen Tod durch eine Lungenentzündung hatten, als Muttermilchbabys.

Die Studie verwies auf einen Zusammenhang zwischen der Intoleranz und Allergie gegenüber Kuhmilch und dem plötzlichen Kindstod.

Heutzutage werden Kühe außerdem mit zahlreichen Antibiotika gefüttert, sodass sich beim Menschen durch den Verzehr von Kuhmilch eine Resistenz gegen Antibiotika bilden kann und dieses letztlich nicht mehr wirkt.

Fazit: Kuhmilch ist in der Lage bei Kindern die eigene Hormonausschüttung so umzuprogrammieren, dass im späteren Leben Krebs oder Herzerkrankungen auftreten können. Ein durch Laktose geschädigtes Verdauungssystem wirkt sich außerdem fatal auf das Immunsystem aus und kann so weitere Krankheiten auslösen.

Fakt 4: Kuhmilch ist nicht für den Menschen gemacht

Junge Mutter stillt ihr Baby, beide sind nackt, schwarzer Hintergrund

In Europa kommt Laktoseinteroleranz nicht so häufig vor und ist uns daher kaum bekannt. Weltweit leiden allerdings unglaubliche 75% der Menschheit an einer Laktoseintoleranz.

Diese Menschen sind genetisch nicht in der Lage, Milchzucker zu verdauen. Eine Milchzucker-Unverträglichkeit macht sich meistens durch sofort eintretende Verdauungsprobleme, Übelkeit und Bauchkrämpfe bemerkbar.

Hast du schon einmal erlebt, wie Tiere die Milch anderer Tierarten zu sich genommen haben? Wohl kaum, denn es wäre unnatürlich. Genauso unnatürlich ist es, dass Menschen die Milch anderer Säugetiere trinken.

Das wurde erst mit der Viehzucht eingeführt, höchstwahrscheinlich, da Milch aufgrund des Fettgehaltes äußerst sättigend war. Doch evolutionsgeschichtlich ist der Mensch nur darauf eingestellt, Milchzucker während der ersten Lebensmonate zu konsumieren.

Teilweise haben sich die Menschen im Laufe der Zeit genetisch verändert, was Grund dafür ist, dass einige den Milchzucker auch im Erwachsenenalter problemlos verdauen können – doch das sind nur die wenigsten.

Bodo Melnik mein dazu:

Übergewicht, Krebs und Diabetes sind eindeutig mit beschleunigtem Wachstum assoziiert und das wird durch Milch verursacht. Die Kuhmilch ist gedacht für das Kalb, das viermal schneller wächst als der Mensch, und das ist das Problem.

Es hat seinen Grund, dass alle Säugetiere ihren Nachwuchs nur für eine bestimmte Zeit stillen und nicht ein Leben lang. (…)Wir müssen den Menschen klar machen, dass sie, wenn sie Milch trinken, ein genregulatorisches System einer anderen Art zu sich nehmen.

Kuhmilch ist eben ursprünglich nur für junge Kühe gedacht und kann daher weit mehr als nur ein paar unangenehme Symptome auslösen – es macht auch dick, womit wir bei Fakt Nummer 5 wären.

Fazit: Evolutionsgeschichtlich ist der Mensch nur darauf eingestellt, Milchzucker während der ersten Lebensmonate zu konsumieren.

Fakt 5: Kuhmilch macht dick

Der häufige Verzehr von Kuhmilch macht dick und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Milch ist dazu da, das Wachstum zu beschleunigen.

Nach Bodo Melnik heißt es:

Oberkörper eines dicken Mannes mit zu kurzem T-ShirtDer Mensch hat die geringste Eiweißmenge in seiner Milch; nur etwa ein Gramm auf hundert Milliliter. Nach etwa einem halben Jahr verdoppelt das Baby sein Gewicht.

Zum Vergleich: Die Kuhmilch enthält eine Eiweißmenge von etwa 3,5 Gramm auf hundert Milliliter. Kälber verdoppeln nach 40 Tagen ihr Geburtsgewicht.

Die Wachstumsgeschwindigkeit eines Säugetiers hängt von der Eiweißmenge der Milch ab. Die Kuhmilch sendet wachstumsbeschleunigende Signale an den Menschen, aber in der falschen Stärke.

Kuhmilch liefert damit einen besonders hohen Fett- und Eiweißgehalt, darunter vor allem auch gesättigte Fettsäuren, welche in hohen Mengen dick machen. Wer jetzt aber denkt, die fettarme Milch sei die Lösung des Ganzen, der liegt völlig falsch.

Studien haben gezeigt, dass Kinder, die fettarme Milch zu sich nahmen, deutlich mehr an Gewicht zunahmen als diejenigen, die ganz normale Milch konsumierten. Dafür gibt es eine einfache Erklärung – die Linolsäure.

Das ist eine im Milchfett enthaltene, 2-fach ungesättigte Fettsäure, die den Stoffwechsel beschleunigt. Nimmt man also weniger Milchfett zu sich, fehlt es auch an der wichtigen Linolsäure. Der Stoffwechsel wird damit verlangsamt und man nimmt zu.

Fazit: Milch ist dazu da, das Wachstum zu beschleunigen. Kuhmilch liefert daher einen besonders hohen Fett- und Eiweißgehalt, darunter vor allem auch gesättigte Fettsäuren, welche in hohen Mengen dick machen.
Was bedeutet das für Dich?

Weg mit der Kuhmilch!!!

Das Märchen über die gute alte Milch, die uns stark und ungesund macht, hat nun ein Ende. Zahlreiche Studien beweisen, dass vor allem Kuhmilch nicht die gesundheitsfördernden Effekte hat, die wir uns jahrelang erhofft hatten. Daher ist es am besten, ganz auf sie zu verzichten.

Aber keine Angst – ihr müsst euer Müsli nicht trocken essen. Mandel-, Kokos- oder Reismilch sind super Alternativen!

Quellen

Michaelsson K, Wolk A, Langenskiold S, et al. Milk intake and risk of mortality and fractures in women and men: cohort studies. Bmj 2014;349:g6015.

Lanou AJ. Should dairy be recommended as part of a healthy vegetarian diet? Counterpoint. The American journal of clinical nutrition 2009;89:1638S-42S.

Key TJ. Diet, insulin-like growth factor-1 and cancer risk. Proc Nutr Soc 2011:1-4

Youngman LD, Campbell TC. Inhibition of aflatoxin B1-induced gamma-glutamyltranspeptidase positive (GGT+) hepatic preneoplastic foci and tumors by low protein diets: evidence that altered GGT+ foci indicate neoplastic potential. Carcinogenesis 1992;13:1607-13.

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