Wie eine Low Carb Ernährung bei Diabetes Typ 1 und 2 helfen kann

Nicht selten sind Krankheiten eng mit der Ernährung verbunden. Aber kann eine Low Carb Ernährung bei Diabetes wirklich helfen?

Was ist Diabetes genau?

drei ZuckerwürfelBesonders für Menschen mit Diabetes ist der Aspekt des Blutzuckerspiegels entscheidend. Diabetes ist eine Störung des Zuckerstoffwechsels, welcher den Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht.

Glucose gilt als wichtiger Energielieferant und wird über die Nahrung ins Blut aufgenommen. Damit die Zellen diesen Zucker aufnehmen und verarbeiten können, benötigen sie ein Hormon namens Insulin, welches in der Bauchspeicheldrüse hergestellt wird.

Hat ein Mensch Diabetes, so wird nicht genügend Insulin produziert und die Zellen werden nicht versorgt. Das Resultat ist: Die Glucose bleibt im Blut – der Blutzuckerspiegel steigt.

Die erhöhte Konsumierung von Kohlenhydraten kann also bei Diabetes-Patienten schnell zu einer Überzuckerung (Hyperglykämie) führen und ist daher eher nicht zu empfehlen.

Symptome dessen sind u.a. starker Durst, Herzrasen, Blutdruckabfall,  Schwäche, erhöhte Harnausscheidung oder Erbrechen.  Bei ausbleibender Behandlung kann es zur Verschlimmerung der Symptome bis hin zu Bewusstseinsstörungen und Koma kommen.

Besonders bei Diabetes Typ 1 ist Vorsicht geboten. Eine hyperglykämische Entgleisung kann hier zu einer Diabetischen Ketoazidose führen, welche eine tiefe Bewusstlosigkeit mit sich bringen kann. Durch ein mögliches Nieren- und Herz-Kreislauf-Versagen besteht hierbei sogar Lebensgefahr.

Fazit: Hat ein Mensch Diabetes, so wird nicht genügend Insulin produziert und die Zellen werden nicht versorgt. Das Resultat ist: Die Glucose bleibt im Blut – der Blutzuckerspiegel steigt. Der erhöhte Kohlenhydratkonum kann also bei Diabetes-Patienten zu einer Überzuckerung führen.

Hilft eine Low Carb Diät bei Diabetes also?

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Ja und zwar ganz gleich ob man betroffen ist oder nicht. Jeder, der nicht an Diabetes leidet, kann mit einer Reduktion seiner Kohlenhydratzufuhr Diabetes Typ-2, auch Altersdiabetes genannt, vermeiden.

Diese Erkrankung entsteht häufig durch eine langjährige Überbeanspruchung der Bauchspeicheldrüse in Folge eines übermäßigen Kohlenhydratkonsums, welcher in der heutigen modernen Ernährung gang und gebe ist. Das ist auch der Grund dafür, weshalb der Zahl der Betroffenen ständig steigt.

In einem Bericht vom Zentrum für Diabetes heißt es:

In Deutschland leben laut Schätzungen etwa 6 Mio. Menschen mit Diabetes. Nach Angaben der International Diabetes Federation (IDF) sind Männer und Frauen annähernd gleich häufig betroffen, in der Altersgruppe der 60- bis 79-Jährigen ist der Prozentsatz am höchsten.

Bis zum Jahr 2030 wird die Zahl der von Diabetes Betroffenen auf 8 Mio. Menschen steigen, lautet die Schätzung der IDF; das entspricht einem Prozentsatz von 10.

Diagramm über Diabetes-Häufigkeit weltweit

Wie bereits erklärt führen Kohlenhydrate zu einer Überzuckerung. Ist man also Diabetes-Patient empfiehlt sich eine Low Carb Ernährung, in der deswegen nur Kohlenhydrate mit niedrigem glykämischen Index auf dem Speiseplan stehen.

Fazit: Ja. Ist man Diabetes-Patient empfiehlt sich eine Low Carb Ernährung, in der nur Kohlenhydrate mit niedrigem glykämischen Index auf dem Speiseplan stehen.

Was sagt die Wissenschaft zur Low Carb Ernährung bei Diabetes Typ 1 und 2?

Kürzlich konnte auch eine veröffentlichte Studie die Vorteile einer Low Carb Diät bei Diabetikern zeigen. Hierbei wurden die Kohlenhydrate auf 20-30% der täglichen Kalorienzufuhr beschränkt, während der Eiweißanteil auf 20-30% und der Fettanteil sogar auf 45-50% angehoben wurde.

Das Diabetes-Informationszentrum veröffentlichte dazu folgende Ergebnisse:

Arzt schaut resigniertBei 45 an der Studie teilnehmenden Diabetikern sank innerhalb von drei Wochen das Gewicht um 2,9 Kilogramm, der Nüchternblutzuckerwert im Mittel um 20 Prozent, der HbA1C um 4 Prozent.

Gleichzeitig verbesserten sich die Blutfettwerte. Die Behandlung mit Medikamenten (orale Antidiabetika, Insulin) konnte bei mehr als der Hälfte der Patienten vollständig abgesetzt werden, bei den übrigen um 50 Prozent verringert werden.

Oftmals empfehlen Ernährungsgesellschaften trotz allem jedoch leider kohlenhydratreiche, fettarme Nahrung. Diese Fehlernährung ist allerdings maßgeblich verantwortlich für erhöhten Blutzuckerspiegel, Übergewicht und erhöhte Cholesterinwerte.

Ähnlich verfahren Ernährungsberater, die ihr Honorar von Krankenkassen beziehen. Es lohnt sich daher eine unabhängige Diätberatung aufzusuchen.

Fazit: Kürzlich konnte eine veröffentlichte Studie die Vorteile einer Low Carb Diät bei Diabetikern zeigen. Dabei verbesserten sich sämtliche Werte der Patienten und bei mehr als der Hälfte konnten die Medikamente abgesetzt werden.

Was zeigt uns die Praxis über Low Carb Ernährung bei Diabetes Typ 1 und 2?

junge Frau streckt Gesicht in Sonne

Erfahrungsberichte, wie der von Ron Raab, zeigen, wie wirksam eine solche Ernährungsweise sogar für Diabtiker Typ-1 sein kann.

Ich habe viel ausprobiert und von Juli 1998 bis zum Jahre 2000 habe ich die Zufuhr von 200 Gramm Kohlenhydraten täglich auf 30 – 50 Gramm  langsam verwertbare Kohlenhydrate täglich eingeschränkt. (…)

Meine Insulindosis ist um 55 Prozent auf 16 Einheiten am Tag gefallen. Mein HbA1c hat sich um 33 Prozent auf 5,6 % normalisiert und fällt weiter. Ich habe viel weniger Schwankungen im täglichen Blutzuckerspiegel.

Die Unterzuckerungen sind weniger stark und können mit 3 – 5 Gramm Glukose ausgeglichen werden. Es gibt keine starken Einbrüche und ich benötige keine Zwangspausen wie früher mit der kohlenhydratreichen Kost.

Mein Gewicht ist von 84 auf 72 kg gefallen. Mein Body-Mass-Index ist normal. Die Retinopathie ist stabil. Der Blutdruck ist normal und die Blutfette sind in den letzten vier Jahren, in denen ich darauf achte, nicht zuviele „ungesunde“ Fette zu essen, im normalen, akzeptablen Bereich.(…)

Ich habe mehr Motivation, weniger Unlust und meine Lebensqualität und Zuversicht sind  enorm gestiegen.

Fazit: Eine Low Carb Diät bei Diabetes Typ 1 und 2 funktioniert also nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch.

 

 

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