10 Tipps wie du am besten mit deiner Laktoseunverträglichkeit klarkommst

Erstaunliche 75% der Menschen weltweit leiden an einer Laktoseunverträglichkeit. Wie der Name bereits verrät sind Betroffene nicht in der Lage, Milchzucker (Laktose) zu verdauen.

laktoseintolerante Frau mit Glas Milch in der Hand macht abwertendes GesichtDas kommt daher, dass bei ihnen das entscheidende Enzym namens Laktase nicht gebildet wird. Denn um Milchzucker zu verdauen, muss es zunächst in Galactose und Glucose gespalten werden.

Genau das ist die Aufgabe von Lactase. Gelangt nun die ungespaltene Laktose in den Darm, kann das unangenehme Folgen haben. Bereits nach wenigen Minuten setzen Symptome wie Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder andere Verdauungsprobleme ein. Dabei ist nicht jede Laktoseintoleranz gleich.

Die Menge an Laktose, die zugeführt werden kann ohne das Symptome auftreten, kann bei jedem Betroffenen unterschiedlich sein.

Die Hauptursachen für eine Laktoseintoleranz liegen in der genetischen Veranlagung und Verdauungsstörungen wie Morbus Crohn, Zöliakie, Colitis ulcerosa und Magen-Darm-Entzündungen. Eine Intoleranz gegenüber Milchzucker kann sich auch erst im Alter entwickeln, sobald der Dünndarm weniger Lactase bildet. Hier erfährst du alles, was du über Laktoseintoleranz wissen solltest

Viele verwechseln eine Laktoseintoleranz mit einer Milchallergie, doch das ist bei weitem nicht das Gleiche. Eine Milchallergie ist eine Überreaktion des Immunsystems auf die Proteine in der Milch.

Im Gegensatz zu Menschen mit einer Milchallergie sind die mit Laktoseintoleranz durchaus in der Lage, geringe Mengen an Laktose problemlos zu sich zu nehmen. So brauchst du nicht zwingend auf Milch oder Milchprodukte komplett verzichten.

Man kann eine Laktoseintoleranz nicht heilen, aber es gibt ein paar Tricks die dir helfen, damit umzugehen.

Tipp 1: Finde deine Laktose-Grenze

Metallzaun

Die Schwelle ab welcher Menge Laktose die Symptome eintreten liegt bei jedem Menschen woanders. Um rauszufinden, wo deine Grenze liegt machst du folgendes: Streiche Laktose für etwa 3-4 Wochen komplett aus deiner Ernährung.

So entfernst du es zunächst vollständig aus deinem System. Danach kannst du anfangen, wieder kleine Mengen an Laktose, z.B. in Form von Milch oder Käse, zu dir zu nehmen. Behalte deinen Körper im Auge – ab wann fangen deine Symptome an? Was und wie viel davon verträgst du ohne Probleme?

In einer Studie der European Food Safety Authority (EFSA) von 2010 haben Forscher herausgefunden, dass Menschen mit Laktoseintoleranz oder Laktoseunverträglichkeit im Durchschnitt 12g Laktose als Einzeldosis vertragen.

Das was besonders der Fall, wenn sie es gemeinsam mit anderen Lebensmitteln konsumierten. Die Studie hat jedoch zudem festgestellt, dass es keine allgemeingültige Grenze gibt. Dies ist den Schwankungen bei individuellen Toleranzen geschuldet.

Wenn du also Milchprodukte isst oder trinkst, dann nimm zunächst kleine Portionen und nicht mehr als etwa eine halbe Tasse auf einmal zu dir. Bei dieser Menge ist es weitaus weniger wahrscheinlich, dass Magen-Darm-Probleme ausgelöst werden.

Außerdem hilft es Milch mit anderen Lebensmitteln zu konsumieren, da dadurch der Verdauungsprozess verlangsamt wird.

Tipp 2: Gereifter Käse und probiotischer Joghurt

ganzer Parmesankäse neben Reibe, Knoblauch und Basilikum

Viele Menschen mit Laktoseintoleranz vertragen Produkte wie Joghurt und Hartkäse in Maßen, weil beide nur wenig Laktose besitzen. Dabei solltest du wissen, dass Vollfett-Produkte normalerweise geringere Laktosemengen beinhalten im Vergleich zu denen mit wenig oder gar keinem Fett.

Außerdem verlangsamt Fett den Durchgang von Laktose im Verdauungssystem.

Joghurt ist ein Produkt der sauren Gärung von Milch. Die Produktion beginnt dabei mit dem Abbau von Laktose zu Glucose und Galactose. Das ist absolut perfekt für jeden, der laktoseintolerant ist. Der Prozess des Laktoseabbaus hat hier schon längst begonnen, bevor der Milchzucker überhaupt den Darm erreicht hat.

Auch gereiften Käse vertragen viele Betroffene gut. Das liegt daran, dass beim Reifungsprozess die Laktose in Milchsäure umgewandelt wird.

Warum fast laktosefreier Joghurt außerdem geeignet ist

  • Probiotischer Joghurt liefert uns vor allem nützliche Bakterien.

Die probiotischen Kulturen helfen uns, Laktose abzubauen und Magen-Darm-Beschwerden zu lindern.

Außerdem sind sie gut für unser Immunsystem, denn sie erhalten das gewünschte bakterielle Gleichgewicht in unserem Darm und schützen uns damit vor Krankheiten.

  • Besonders griechischer Joghurt eignet sich gut bei einer Laktoseintoleranz.

Während der Produktion wird hierbei normaler Jogurt mehrfach verarbeitet, um die Molke zu entfernen. Das macht den griechischen Joghurt nicht nur besonders cremig und einzigartig, es entfernt vor allem einen Großteil der Laktose. Frozen Jogurt hingegen ist herzlich wenig hilfreich.

Warum fast laktosefreier, gereifter Käse außerdem geeignet ist

  • Er enthält einen hohen Anteil an Vitamin K2, ein wichtiges fettlösliches Vitamin welches die Gesundheit der Knochen fördert.
  • Während der Reifung werden zwar die krankheitserregenden Bakterien zerstört, jedoch nicht die probiotischen Zellen – der Anteil der Probiotika ist also hoch.
  • Es bleiben 8 wichtige Enzyme der Rohmilch erhalten, beispielsweise solche, die die Eisenaufnahme erhöhen und den Fettabbau unterstützen.
  • Gereifter Käse enthält nicht zuletzt große Mengen an wichtigen Nährstoffen, z.B. Calcium, Phosphor, Zink, Vitamin A und B12 und hochwertige Proteine.
  • Es wurde auch gezeigt, dass Käsesorten wie Cheddar, Swiss, Mozarella, Brie oder Gouda das Risiko von Karies reduzieren.
Was bedeutet das für Dich?

Natürlich heißt das jetzt nicht, dass du dir mit probiotischem Joghurt und gereiften Käse den Bauch vollschlagen kannst. Es heißt aber auch nicht, dass du gänzlich drauf verzichten musst. Probiere einfach aus, wie viel du davon verträgst.

Tipp 3: Kefir

organischer Kefir in Holzschüssel mit Holzlöffel

Ähnlich wie Jogurt kann auch Kefir aus Probiotika für ein gesundes Verdauungssystem verwendet werden. Eine Studie, die im Journal oft he American Dietic Association veröffentlicht wurde, hat gezeigt, dass Jogurt und Kefir dazu beitragen, die Verdauung der Laktose zu verbessern und so Symptome der Laktoseintoleranz zu lindern (1).

Teilnehmer der Studie berichteten, dass das Trinken von Kefir die Häufigkeit von Blähungen um mehr als die Hälfte verringert hat im Vergleich zu Milch.

Kefir besitzt große Mengen an lebenden, nützlichen Bakterienkulturen. Diese helfen dabei die Laktose im Verdauungstrakt abzubauen. Außerdem wird auch hier Laktose zu Milchsäure umgewandelt.

Du kannst mit einer halben Tasse Kefir am Tag beginnen und dich dann langsam steigern – je nachdem wie viel du verträgst.

Warum Kefir außerdem geeignet ist

  • Kefir ist die perfekte Nährstoffquelle.

Es enthält viele Vitamine, wie Vitamin A, K und besonders B, viele Mineralstoffe, wie hauptsächlich Phosphor, Kalium, Calcium und Magnesium und ist zu gleich ein guter Proteinspender.

So fördert Vitamin B beispielsweise eine gesunde Haut, hilft dem Nervensystem und verbessert die Verdauung. Calcium und Magnesium wiederum stärken unsere Knochen und Zähne. Auch Vitamin K spielt eine zentrale Rolle beim Calciumstoffwechsel. Calcium plus Vitamin K sind ideal zur Vorbeugung von Osteoporose.

  • Kefir enthält eine Aminosäure namens Tryptophan.

Das ist einer der wesentlichen Bausteine, die der Körper braucht um Proteine zu bilden. Diese werden für ein gesundes Nervensystem gebraucht.

  • Kefir hat noch mehr Probiotika als Jogurt.

Eine einzelne Tasse davon enthält über 2 Billionen nützliche Mikroorganismen und eignet sich dadurch ideal, deinen Darm mit „guten“ Bakterien zu füllen.

Es wird weiterhin angenommen, dass Probiotika das Tumorwachstum hemmen, indem sie die Bildung krebserregender Verbindungen verringern. Das und die Stimulierung des Immunsystems können deswegen auch das Krebsrisiko minimieren.

Auch Asthma und Allergien können dadurch vermieden werden, denn diese entstehen vor allem bei einem hypersensiblen Immunsystem.

  • Kefir verbessert deinen Stoffwechsel.

Eine Tasse nach dem Essen verbessert deine Verdauung und sorgt für einen geregelten Stuhlgang.

  • Kefir hat die tolle Eigenschaft, den LDL-Cholesterin-Wert im Blut zu senken.

Es gibt gutes und schlechtes Cholesterin. Letzteres, das LDL-Cholesterin, verstopft deine Arterien und kann so Herzerkrankungen hervorrufen. Kefir hat die tolle Eigenschaft, den LDL-Cholesterin-Wert im Blut zu senken. So können Herzinfarkte oder Schlaganfälle verhindert werden.

  • Kefir soll eine Anti-Aging-Funktion haben.

Nicht nur die Menschen in den Bergen des Kaukasus glauben, dass Kefir das Leben verlängert. Selbst renommierte Wissenschaftler teilen diese Ansicht.

Vor über 100 Jahren beschäftigte sich beispielsweise die bekannte Forscherin und Nobelpreisträgerin Elie Metchnikoff mit den Vorteilen von Kefir für die Gesundheit. Sie veröffentlichte viele Arbeiten diesbezüglich.

  • Kefir stärkt zudem dein Immunsystem.

Es enthält eine Menge antimykotische (Pilz bekämpfende) und antibakterielle Eigenschaften. Diese helfen deinem Körper sich vor Krankheiten zu schützen und Infektionen zu bekämpfen. Kefir unterstützt demnach die eigene, natürlich Abwehr des Körpers.

  • Mit Kefir kannst du deinen Körper entgiften.

Das kommt daher, dass es viele Antioxidantien enthält. Wenn du alterst leidet dein Gewebe unter Oxidation. Das kann deine Zellen beschädigen und schon tauchen die typischen Zeichen des Alterns auf.

Indem du Lebensmittel zu dir nimmst, die eine Vielzahl an Antioxidantien enthalten, wie z.B. Kefir, kannst du diesen Prozess verlangsamen. Das ist wohl auch der Grund dafür, dass Kefir als Anti-Aging-Mittel gilt.

Was bedeutet das für Dich?

Du kannst deinen Kefir auch selbst machen. Wie du siehst, wird es sich lohnen.

Tipp 4: Ersetze deine Milch durch laktosefreie Milch

Die Milch anderer Säugetiere ist nicht die einzige Milch. Es gibt mittlerweile zahlreiche Alternativen pflanzlich hergestellter Milch. Diese enthalten keinerlei Laktose und sind daher ideal für Menschen mit Laktoseintoleranz. Die gebräuchlichsten sind dabei:

  • Kokosmilch
  • Mandelmilch

Weitere, weniger bekannte Möglichkeiten sind:

  • Reismilch
  • Hafermilch
  • Hanfmilch

Da diese Milchsorten einen gewissen Eigengeschmack haben, solltest du verschiedene ausprobieren. Am Ende ist alles eine Sache der Gewohnheit.

Viele ersetzen ihre Kuhmilch auch mit Sojamilch. Das ist jedoch nicht zu empfehlen, da Soja sich negativ auf deine Gesundheit auswirken kann. Erfahre hier, warum Sojamilch ungesund ist.

Warum Kokosmilch außerdem geeignet ist

  • aufgeschnittene, reife Kokosnuss mit Kanne aus Glas mit Kokosmilch darinKokosmilch hilft dabei, einen stabilen Blutzucker beizubehalten.

Das kommt daher, dass Kokosmilch eine gute Quelle für Mangan ist. Ein Mangel an Mangan kann unter Umständen zu einer Glukoseintoleranz führen.

  • Kokosmilch enthält Kupfer und Vitamin C.

Diese sind wesentlich für die Festigkeit, Flexibilität und Elastizität der Haut, als auch der Blutgefäße.

  • Kokosmilch ist reich an Phosphor.

Das in Zusammenarbeit mit Calcium ergibt starke Knochen. Die Phosphate, die Kokosmilch unserem Körper zuführt, sorgen für dich richtige Knochendichte und beugen Osteoporose vor.

  • Kokosmilch ist reich an Eisen.

Eisenmangelanämie ist die häufigste Form der Anämie. Kokosmilch wirkt dem entgegen, denn sie bietet fast ein Viertel der empfohlenen Tagesdosis.

  • Kokosmilch ist eine sehr gute Magnesiumquelle.

Magnesium ist äußerst hilfreich bei der Linderung von Muskelschmerzen. Es reduziert außerdem die Reizbarkeit des zentralen Nervensystems. Wenn ein Magnesiummangel vorliegt, regt Calcium in hohem Maße die Nerven an.

In anderen Worten, Calcium regt und spannt die Muskeln und Nerven an. Magnesium beruhigt sie im Gegensatz dazu. Bestimmte Mengen an Calcium und Magnesium sind daher nötig, damit dein Körper richtig funktioniert und dein Nervensystem gesund bleibt.

  • Mit Kokosmilch kannst du leichter abnehmen.

Der Grund dafür sind die vielen Ballaststoffe. Das führt dazu, dass du schneller gesättigt bist und dadurch weniger isst. Außerdem bestehen die gesättigten Fette in Kokosmilch aus kurz- und mittelkettigen Fettsäuren.

Diese werden schnell verstoffwechselt und in Energie umgewandelt, anstatt als Körperfett gespeichert zu werden.

  • Kokosmilch hilft bei Gelenkentzündungen.

Das liegt an dem Antioxidant Selen. Selen kontrolliert die Menge der freien Radikale im Körper. So werden beispielweise Symptome von Arthritis gelindert.

Der hohe Anteil von Kalium in der Kokosmilch hat einen vorteilhaften Effekt auf hohen Blutdruck.

  • Natürlich stärkt Kokosmilch auch dein Immunsystem.

Zum einen enthält sie eine Menge an Vitamin C und hilft dir so, Erkältungen aus dem Weg zu gehen. Außerdem findet man in Kokosmilch Laurinsäure.

Diese hat sowohl antibakterielle, als auch antimykotische und antivirale Eigenschaften. Das ist besonders nützlich bei der Abwehr einer Reihe von Infektionen oder anderen Krankheiten.

  • Du kannst Kokosmilch auch bei Verdauungsproblemen trinken.

Sie enthält nämlich Substanzen, die deinem Körper helfen, Nahrung richtig zu verdauen. Diese haben auch effiziente antibakterielle Eigenschaften, welche sich als sehr nützlich im Kampf gegen schädliche Bakterien in deinem Magen erweisen.

  • Kokosmilch ist gut für die Prostata.

Das haben wir dem vielen Zink in ihr zu verdanken. Die männliche Prostatadrüse verwendet mehr Zink als irgendein anderes Organ und ist daher extrem wichtig. Zink verlangsamt außerdem das Wachstum von Krebszellen und schützt gleichermaßen davor.

Kokosmilch ist nicht nur laktosefrei, sondern auch gluten- und sojafrei.

Warum Mandelmilch außerdem geeignet ist

  • Glaskanne mit Mandelmilch, daneben Schüssel mit MandelnMandelmilch eignet sich zum Abnehmen.

Mandelmilch enthält mit 60 Kalorien pro Tasse deutlich weniger als Vollmilch, die ganze 146 Kalorien pro Tasse aufweist. Daher eignet sich auch Mandelmilch beim Abnehmen besser als Kuhmilch.

Ein weiterer Grund, weshalb sich Mandelmilch gut für Gewichtsverlust eignet ist, dass sie einen niedrigen glykämischen Index besitzt. Die Kohlenhydrate werden also für die Energiegewinnung genutzt und nicht als Fett gespeichert.

  • Mandelmilch ist gut für dein Herz.

Sie enthält weder Cholesterin noch gesättigte Fette. Außerdem findet man in ihr kaum Natrium, dafür aber viele gesunde Fettsäuren, wie z.B. Omega-Fettsäuren. Diese wirken vorbeugend für hohen Blutdruck und Herzerkrankungen.

  • Mandelmilch ist gut für deine Knochen.

Zwar enthält sie weniger Calcium als Kuhmilch, aber immerhin noch 30% der empfohlenen Tagesdosis. Außerdem ist Mandelmilch reich an Vitamin D. Dieses minimiert das Risiko für Arthritis und Osteoporose.

Vitamin D verbessert außerdem deine Immunfunktion. Hinzu kommt, dass beide Nährstoffe zusammen arbeiten und so die Gesundheit der Knochen als auch die Zahnbildung fördern.

  • Mandelmilch enthält eine Menge Vitamin E.

Mandelmilch enthält eine Menge Vitamin E, dessen antioxidative Eigenschaften für eine gesunde Haut sorgen. So schützen sie B. vor Sonnenschäden.

  • Mandelmilch hat keine Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel.

Mandelmilch besitzt kaum Kohlenhydrate und hat einen niedrigen glykämischen Index. Daher hat sie kaum Auswirkungen auf deinen Blutzuckerspiegel. Das reduziert auch das Diabetesrisiko.

  • Mandelmilch enthält viel Vitamin B.

Mandelmilch hat einen positiven Effekt auf das Wachstum und die Heilung deiner Muskeln Zwar enthält sie wenig Proteine, dafür aber viel Vitamin B.

  • Mandelmilch ist gut für die Verdauung.

Durch den hohen Ballaststoffanteil fördert Mandelmilch auch deine Verdauung.

  • Wie Kokosmilch enthält Mandelmilch weder Laktose, Gluten oder Soja und ist daher extrem verträglich.
Was bedeutet das für Dich?

Wundere dich nicht, wenn die Milch-Alternativen auch zu Magen-Darm-Problemen führen. Das kann möglicherweise am Guakernmehl liegen, welches oft zum Verdicken genutzt wird.

Ob für den Kaffee, zum Kochen oder für dein Müsli – Alternativen wie Mandel- oder Kokosmilch kann man nicht nur vielfältig verwenden, sie fördern zudem auch deine Gesundheit. Und ob laktoseintolerant oder nicht, sie sind tausend Mal besser als Kuhmilch.

Tipp 5: Die Notlösung in jeder Situation – Laktasetabletten

junge Frau hält Kaffeetasse mit viel Milchschaum in der Hand und sitzt dabei in einem Café

Alternativen eignen sich gut für zuhause. Aber was ist, wenn du unterwegs bist? Wenn du Kaffee trinken willst oder beim besten Italiener der Stadt Spaghetti Carbonara essen möchtest? – Dann tust du es einfach.

Auch für solche Situation gibt es für jeden Laktoseintoleranten eine Lösung: Laktasetabletten. Diese ersetzen nämlich einfach die fehlende Laktase in deinem Körper. So kannst du problemlos auch einmal „sündigen“.

Dieser Laktasezusatz wird in Form von 1 bis 3 Tabletten vor dem Konsum milchhaltiger Produkte eingenommen.

Man muss allerdings dazu sagen, dass Laktasetabletten nicht bei jedem wirken. Außerdem darf er nicht von Kleinkindern und schwangeren Frauen konsumiert werden.

Allerdings solltest du dir genau überlegen, ob sich das lohnt. Warum? Das verrät dir dieser Artikel: Wie gesund ist Kuhmilch wirklich? – Top 5 der erschreckendsten Fakten über Kuhmilch

Tipp 6: Apfelessig

Apfelessig kann dabei helfen, die Laktoseintoleranz zu mindern, da er besonders anfangs die Verdauung fördert. Er ist zudem ein hilfreiches Mittel um Magensäure und andere durch Laktoseintoleranz verursachte Verdauungsprobleme zu neutralisieren.

Apfelessig in langer schmaler Flasche, davor grüner ApfelWarum Apfelessig außerdem geeignet ist

  • Apfelessig kontrolliert deinen Blutzuckerspiegel.

Um diesen zu verwalten produziert dein Körper Insulin. Apfelessig verbessert dabei die Insulinsensibilität (2).

  • Apfelessig macht weiße Zähne.

Er ist in der Lage, Flecken auf den Zähnen zu entfernen und tötet die Bakterien in deinem Mund und Zahnfleisch.

Apfelessig ist gut für die Verdauung.

Apfelessig ist gut für die Verdauung, denn es enthält Pektin. Das ist ein wasserlöslicher Ballaststoff, der für einen regelmäßigen Stuhlgang sorgt. Apfelessig ist daher ein tolles und natürliches Mittel gegen Verstopfungen.

  • Auch mit Apfelessig kann man super abnehmen.

Schuld daran ist die Essigsäure. Studien haben dafür Menschen getestet, die über einen Zeitraum von 12 Wochen täglich Essigsäure konsumiert haben.

Dabei konnte eine signifikante Abnahme des Körpergewichts, Bauchfetts, Taillenumfangs und der Triglyceride festgestellt werden (3).

Außerdem verhindert Essigsäure den Aufbau von Körperfett und bestimmten Leberfetten.

  • Apfelessig hilft gegen Beinkrämpfe.

Sein hoher Mineralstoffgehalt reduziert sowohl die Häufigkeit, als auch die Intensität solcher schmerzhaften Krämpfe.

  • Apfelessig hilft gegen bakterielle Infektionen und Pilzinfektionen.

Die antiseptischen Eigenschaften des Apfelessigs machen ihn äußerst effektiv im Kampf gegen bakterielle Infektionen und Pilzinfektionen. Es ist besonders hilfreich gegen Ohr- und Blasenentzündungen sowie Candida.

  • Apfelessig ist gut für die Cholesterinwerte.

Apfelessig senkt die Menge des LDL-Cholesterin und erhöht die des HDL-Cholesterin. In anderen Worten: weniger schlechtes Cholesterin und mehr gutes Cholesterin (4).

Was bedeutet das für Dich?

Am besten wäre, du gibst einen Teelöffel rohen, ungefilterten Apfelessig in ein Glas Wasser und trinkst es. Das wiederholst du jeden Tag für etwa 2 Wochen.

Tipp 7: Ingwer

Ingerwurzel mit Ingerpulver auf Löffel

Ingwer ist ein perfektes Hausmittel gegen Magen-Darm-Probleme, die durch Laktoseintoleranz verursacht werden, oder einfach Verdauungsstörungen, denn er reduziert sowohl Übelkeit als auch die Gasbildung im Bauch.

Dabei sorgt Ingwer dafür, dass sich die Magen-Darm-Muskeln entspannen und beugt so Blähungen vor. Gesundheitsexperten empfehlen Ingwer oft zur Behandlung von Magenbeschwerden, wie Verdauungsstörungen (Dyspepsie) oder Koliken.

Er wird zudem häufig gegen bakteriell induzierten Durchfall genutzt.

Warum Ingwer außerdem geeignet ist

  • Ingwer bewahrt vor Erkältungen und Grippe.

Ingwer bewahrt vor Erkältungen und Grippe, da er dein Immunsystem stärkt. Darüber hinaus enthält er antivirale, antitoxische und antimykotische Eigenschaften. Indem Ingwer Schwitzen verursacht und die Hitze austreibt, kann er zudem mildes Fieber lindern.

  • Ingwer hilft ähnlich wie Vitamin B6 gegen morgendliche Müdigkeit.
  • Ingwer lindert Schmerzen aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaft. (5,6).

Besonders Schmerzen verursacht durch Arthritis oder Menstruation erfahren durch Ingwer Besserung.

  • Ingwer hilft bei Krebs.

Ob Eierstockkrebs oder Darmkrebs – Ingwer hat sich als sehr hilfreich erwiesen. Eine Studie der University of Michigan Comprehensive Cancer Center hat gezeigt, dass Ingwerpulver einen Zelltot bei Eierstockkrebszellen verursacht (7).

Eine weitere Studie der University of Minnesota hat überdies herausgefunden, dass Ingwer zudem das Wachstum von Darmkrebszellen verlangsamt und Darmkrebs zum Großteil verhindert. Ingwer ist zusätzlich in der Lage, andere Krebsarten zu bekämpfen, wie etwa Lungen-, Brust-, Haut-, Prostata- und Bauchspeicheldrüsenkrebs (8).

  • Ingwer ist gut gegen Migräne.

So haben Forschungen gezeigt, dass Ingwer die Fähigkeit besitzt, die sogenannten Prostglandine zu stoppen. Diese sind verantwortlich für den Schmerz und Entzündungen der Blutgefäße.

Wer als unter Migräne leidet, sollte Ingwertee während einer Migräneattacke versuchen. Dieser stoppt die unerträglichen Schmerzen und die den damit verbundenen Schwindel, sowie die Übelkeit.

  • Auch Ingwer fördert die Gesundheit deines Herzens.

Das ergibt sich daraus, dass er den Cholesterinspiegel senkt, den Blutdruck reguliert und Blut davor bewahrt zu verklumpen. Das wiederum minimiert das Risiko verschiedenster Herzkrankheiten.

  • Diabetiker können ebenfalls von Ingwer profitieren.

Dieser senkt nämlich den Blutzuckerspiegel und erhöht die Effektivität von Insulin und anderen Medikamenten, die bei der Behandlung von Diabetes verwendet werden. Weitere gesundheitliche Komplikationen im Zusammenhang mit Diabetes, können auch zum Großteil durch Ingwer reduziert werden (9).

Der regelmäßige Konsum von Ingwer kann den Urinproteinspiegel, die Wasseraufnahme sowie die Urinausscheidung senken. Außerdem kann dabei das Risiko für verschiedene Arten von Schäden minimiert werden, die ein unkontrollierter Blutzucker verursacht.

Tipp 8: Kamille

Wiese voller Kamille bei Sonnenuntergang

Ähnlich wie Ingwer kann dir auch Kamillentee dabei helfen, deine Beschwerden wegen der Laktoseintoleranz zu lindern. Kamille ist in der Lage, Magensäure zu neutralisieren und Blähungen zu reduzieren. Außerdem fördert sie die Entspannung.

Warum Kamillentee außerdem geeignet ist

  • Kamillentee hilft bei Angst und Stress.

Eine Studie untersuchte die Daten einer klinischen Studie von 2009 (10). Diese handelte davon, ob Kamillenextrakt bedeutend für die Befreiung von Ängsten und Depressionen sein kann. An der klinischen Studie nahmen 57 Menschen teil, von denen

-16 unter Ängstlichkeit und ehemals Depressionen

-19 unter Ängstlichkeit und Depressionen

-22 nur unter Ängstlichkeit litten.

Die Ergebnisse zeigten, dass alle Teilnehmer, die Kamillenextrakt konsumierten, eine signifikante Verbesserung beim Hamilton Depression Rating aufwiesen, im Gegensatz zu denen, die nur Placebos bekamen.

Der Grund dafür sind die in Kamille enthalten Flavanoide, wie Apigenin, Bisabolol und Luteolin. Diese Verbindungen glätten die Muskelfasern und entspannen die Blutgefäße. So werden die Nerven beruhigt und der Stress gelindert.

  • Kamillentee unterstützt dein Immunsystem und hilft gegen eine Erkältung.

Eine Studie konnte beweisen, dass Kamille äußerst effektiv ist, indem es das Immunsystem kräftigt. Eine weitere Studie untersucht ebenfalls den Effekt von Kamille. Dabei nahmen 14 Teilnehmer je 5 Tassen Kamillentee täglich zu sich.

Als die Urinproben dieser Personen ausgewertet wurden, konnte in vielen große Mengen an Phenolen gefunden werden. Diese organische Verbindung wirkt antibakteriell.

  • Kamillentee hilft dabei, Krebs zu verhindern.

Das liegt an den großen Mengen an Flavanoiden, wie z.B. Apigenin. Diese können anti-krebs Effekte haben. Eine Studie befasste sich mit der Wirkung von Kamillentee auf Schilddrüsenkrebs.

Dabei stellte sich heraus, dass diejenigen, die viel Kamillentee tranken, ein verringertes Risiko aufwiesen an Schilddrüsenkrebs oder gutartigen Schilddrüsenkrankheiten zu erkranken. Das Trinken von Kamillentee über einen Zeitraum von 30 Jahren reduziert das Risiko erheblich.

  • Kamillentee mit einem Strauß KamilleProbleme beim Einschlafen? – Kamillentee kann dir helfen.

Auch wenn dieses Thema noch nicht ausreichend studiert wurde, so hat dieser Tee eine beruhigende Wirkung auf den Körper.

  • Auch bei Magen-Darm-Problemen kann Kamillentee helfen.

Er beruhigt bei einer Magenverstimmung und entlastet bei einem Reizdarmsyndrom.

  • Für die Frauen eignet sich Kamillentee auch bei Menstruationsschmerzen.

Studien haben gezeigt, dass bei Personen, die viel Kamillentee getrunken haben, anschließend Glycin im Körper befand. Dieses entspannt die Muskeln, u.a. auch die im Unterleib (11).

  • Kamillentee ist ebenfalls für Diabetes-Patienten förderlich.

Die Ursache von Diabetes-Komplikationen ist oft oxidativer Stress. Antioxidantien, die auch in Kamille vorkommen, können gegen diesen oxidativen Stress helfen und so Komplikationen im Zusammenhang mit Diabetes Typ2 minimieren.

  • Kamillentee mindert nicht nur Schmerz, er wirkt auch entzündungshemmend.

Tipp 9: Besorg dir die nötigen Nährstoffe durch calciumhaltige Lebensmittel

Milchprodukte enthalten neben anderen Nährstoffen vor allem Calcium. Das brauchst du natürlich weiterhin, denn es ist gut für deine Zähne und Knochen. Du musst es dir jetzt nur woanders herholen.

ein Stück ungekochter BrokkliDafür eignen sich folgende Lebensmittel:

  • Bohnen
  • Linsen
  • grünes Blattgemüse ( wie Spinat , Kohl und Brokkoli )
  • Melasse
  • Nüsse und Samen
  • getrocknete Früchte
  • mit Calcium angereicherte Säfte , um deinen Körper mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Fettsäuren zu versorgen

Wie du siehst, gibt es genügend andere Nährstoffquellen, die sich sehr leicht in deine Ernährung einbauen lassen. Damit kommen wir zum letzten Tipp:

Tipp 10: Überprüfe immer die Etiketten

Schokodrops in verschiedenen Rottönen

Leider versteckt sich Laktose auch in Lebensmitteln, bei denen es nicht offensichtlich ist. Du solltest daher immer ganz genau die Nährstoffangaben überprüfen, ob das Produkt Milch, Milchprodukte, Milchtrockenmasse oder fettfreies Trockenmilchpulver enthält.

Lebensmittel, in denen sich Milch oder Laktose versteckt sind:

  • Fertigsuppen
  • Müsli
  • Süßigkeiten
  • milchfreie Kaffeeweißer
  • Salatdressings
  • Margarine
  • verarbeitetes Fleisch
  • Brot und andere Backwaren

Auch wenn vieles Laktose enthält, so gibt es mittlerweile auch extra laktosefreie oder laktosereduzierte Produkte, wie etwa laktosefreier Joghurt oder Frischkäse. Darauf kannst du natürlich auch jederzeit zurückgreifen.

Was bedeutet das für Dich?

Fakt ist, eine Laktoseintoleranz ist nicht das Ende der Welt. Natürlich musst du dich darauf einstellen und einiges in deinem Leben ändern – aber mit diesen Tipps ist es das reinste Kinderspiel. Und du bist längst nicht allein damit.

 

 

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