Wie du die Top 5 der häufigsten Paleo-Fallen vermeidest

Da du auf diesen Artikel gestoßen bist, hast du vermutlich schon einiges über die Paleo Diät gehört und ernährst dich vielleicht auch schon nach ihrem Vorbild. Wenn dem so ist, hast du sicherlich schon bemerkt, wie wohl du dich wohl fühlst, wenn du auf Dinge wie Getreide, Bohnen, Zucker und Milch verzichtest.

Vielen fühlen sich nach den ersten Wochen Paleo leichter und vitaler, auch wenn es besonders am Anfang viel Willenskraft erfordert – eine Ernährungsumstellung ist schließlich kein Kinderspiel.

Wenn du nun deine Ernährung änderst, ändert sich meist auch dein Leben. Nach ein paar Wochen in einem neuen Leben glaubt man gern, alles sei geregelt und hat seinen Platz. Diese Studien zeigen, dass die Steinzeitdiät tatsächlich funktioniert.

Aber Vorsicht – auch bei der Paleo Diät kann man so manchen Fehler machen und die Gesundheit damit gefährden. Um das zu vermeiden findest du hier die 5 häufigsten Paleo-Fallen. Also keine Sorge, falls du etwas falsch gemacht hast, bist du längst nicht allein.

Paleo Falle #1: Viel zu viel Fleisch!

Fleischwaren Steinzeiternährung

Jeder, der gern Fleisch isst, empfindet die Paleo Diät als das Paradies, denn sie schreibt nicht vor wie viel man essen soll, sondern was – und Fleisch gehört nun mal auf den Speiseplan. Das nutzen viele gern als Möglichkeit, so viel Fleisch in sich reinzustopfen, wie sie nur können – es ist ja schließlich erlaubt.

Aber Achtung, auch wenn man Getreide wirklich gut durch Fleisch ersetzen kann, sollte man es auf keinen Fall übertreiben. Trotz allem sollte der Proteinkonsum auf 20-35% der täglichen Kalorienzufuhr beschränkt werden.

Am besten sucht man sich Hilfe bei einem Heilpraktiker oder einem Arzt der funktionellen Medizin um die richtige Proteindosis für sich selbst herauszufinden. Denn natürlich macht es einen Unterschied ob du Sportler bist oder jemand, der gerade eine ketogene Diät durchführt.

Dem ungeachtet würde jedoch trotzdem kein Arzt einen täglichen Proteinkonsum von 50% empfehlen Und das ist leider genau die Dosis, die die meisten jeden Tag zu sich nehmen. Nach dem Autor von „Perfect Health Diet“  Paul Jaminet, besteht die Paleo Diät daher aus folgender Nährstoffverteilung:

  • Kohlenhydrate: 13-20%
  • Kurz- und mittelkettige Fette: 3%
  • Andere Fette: 60%
  • Proteine: 15-25%

Doch was macht Fleisch so ungesund?

Zu viel Fleisch kann giftig sein.

Laut Jaminet ist zu viel Protein giftig für den Körper. Eine Proteinzufuhr von 230g/Tag (920 Kalorien) führt dazu, dass der Körper den Ammoniak nicht mehr zu Harnstoff umwandelt.

Das bedeutet: der Stickstoff von jedem weiterem Gramm Protein bleibt als Ammoniak, also einem Gift, im Körper bestehen. Offensichtlich ist also jedes Protein, welches besagten Grenzwert überschreitet, giftig und kann im schlimmsten Fall zu einer Ammoniakvergiftung führen.

Eine angemessene Proteinzufuhr, um eine solche Vergiftung zu vermeiden, liegt daher ca. zwischen 150 bis 200g/Tag.

Fleisch ist nicht gleich Fleisch.

Es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen einem Stück Fleisch einer grasgefütterten Kuh und dem schön von Fett durchwachsenen Fleisch eines herkömmlich gezüchteten Huhns.

Es ist wichtig, dass die meisten deiner Proteine von Wiederkäuern (Rind, Bison, Lamm, usw.), wilden oder organisch gezüchteten Meeresfrüchten und Eiern von Bio-Bauernhöfen stammen. Dadurch wird die Aufnahme mehrfach ungesättigter Fette gesteigert und die der gesättigten Fett reduziert.

Zusätzlich gleichst du deine Omega-6- und Omega-3-Zufuhr aus. Die Entscheidung, nur das Fleisch grasgefütterter Tiere, die moralisch vertretbar gezüchtet worden sind zu konsumieren, ist vor allem ausschlaggebend für

  • die eigene Gesundheit
  • die Gesundheit unserer Erde
  • ein kollektives Bewusstsein rund ums Fleischessen.

Zu viel Fleisch macht krank.

Insbesondere Bauchspeicheldrüsenkrebs wurde in Zusammenhang mit einem hohen Fleischkonsum gebracht. Fleisch enthält außerdem hohe Mengen an gesättigten Fettsäuren und Cholesterin, was beides zu Herzerkrankungen führen kann.

durch Ernährung erkrankter Mann in KrankenhausVerarbeitetes Fleisch, wie etwa in Hot Dogs, enthält weiterhin oftmals Nitrat. Das ist ein Konservierungsmittel, welches krebserregend wird, wenn man es beim Kochen auf hohe Temperaturen erhitzt.

Durch die hohen Temperaturen beim Kochprozess können alle Fleischsorten krebserregende, heterozyklische Amine (HCAs) entwickeln. Um die Menge dieser HCAs zu reduzieren, kann man das Fleisch allerdings auch vorher in Essig marinieren.

Dennoch findet man in Fleisch zudem auch einen hohen Hormongehalt. Dieser kann Probleme bei der Fortpflanzung als auch einen frühen Beginn der Pubertät bei Kindern auslösen.

Es ist zwar wissenschaftlich noch nicht bewiesen, aber auch die Nieren sollen bei einem hohen Fleischkonsum negativ beeinflusst werden. Das kommt daher, dass Proteine zu Harnstoff und dieser in den Nieren abgebaut wird. Einige Wissenschaftler vermuten daher eine Nierenüberlastung, wenn zu hohe Eiweißmengen, wie etwa durch Fleisch, aufgenommen werden.

Hohe Mengen an Nahrungsproteinen können zusätzlich auch dazu beitragen, dass der Körper mehr Calcium ausscheidet. Das führt unter Umständen zu Osteoporose.

Laut dem Wissenschaftler Dr. Mercola kann man unter zahlreichen Folgen, wie Gewichtszunahme, mehr Körperfett, Nierenüberlastung, Dehydration sowie einem Verlust von wichtigen Mineralien für die Knochen leiden, wenn man mehr Proteine zu sich nimmt, als der Körper braucht.

Fleisch ist säurebildend.

Fleisch bildet Säure im Körper und viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass Krankheiten nur in einem saurem Milieu leben und entstehen können. Das bedeutet aber nicht, wie Veganer häufig argumentieren, dass man Fleisch komplett von seinem Speiseplan streichen muss.

Die Antwort liegt ganz einfach darin, den Konsum von Fleisch mit Gemüse und Gemüsesaft ausgleichst. Beide wirken besonders alkalisierend im Körper und damit genau gegenteilig im Vergleich zu Fleisch. Also verabschiede dich am besten vom morgendlichen Kaffee (der im Übrigen auch säurebildend ist) und trinke stattdessen einen leckeren Gemüsesaft.

Fazit: Zwar ist Fleisch erlaubt, der Proteinkonsum sollte aber trotzdem nur auf 20-35% der täglichen Kalorienzufuhr beschränkt werden. Zu viel Fleisch kann sich außerdem sehr nachteilig auf die Gesundheit auswirken. Nicht zuletzt ist auch die Herkunft und Art des Fleisches sehr entscheidend.
Was bedeutet das für Dich?

Zunächst einmal: Fleisch ist ok – die Menge und die Qualität macht´s.

Achte einfach darauf, dass du nicht mehr Fleisch ist, als zuvor. Zusätzlich solltest du gründlich checken, woher das Fleisch stammt. Paleo bedeutet schließlich Steinzeit und in diesem Zeitalter gab es sicher keine Massentierhaltung, in denen die Tiere mit Antibiotika gefüttert worden sind.

Außerdem ist es eine tolle Idee, sein Fleisch immer mit ausreichend Gemüse zu kombinieren. Damit sind wir schon bei der nächsten Paleo-Falle:

Paleo Falle #2: Wo bleibt das Gemüse?

Frau isst Paleo Salat

„Und immer schön viel Gemüse essen, ja?“ – Kommt dir das bekannt vor?

Höchstwahrscheinlich, denn das bekamen wir vor allem als Kind schon oft zu hören. Doch all die besorgten Eltern, die nur das Beste für die Gesundheit ihres Kindes wollten, hatten absolut Recht: Gemüse ist gesund und es gehört unumstritten auf den Teller. Und dafür gibt es eine Menge Gründe.

Gemüse enthält viele wichtige Inhaltsstoffe.

Wir haben bereits festgestellt, dass wir Gemüse brauchen, um unseren Körper basisch zu halten. Zusätzlich ist Gemüse allerdings auch voller essentieller Vitamine, Mineralien, Enzyme und Antioxidantien, die du nirgendwo anders finden kannst.

Die Ballaststoffe und das Wasser in Gemüse helfen dabei, dein Inneres sauber zu halten und deine Verdauung in Schwung zu bringen. Vitamine und Ballaststoffe hingegen brauchen wir für unseren Metabolismus.

Vitamin B wirkt beispielsweise als Enzym und Co-Enzym bei der Energieproduktion. Vitamin C und E hingegen stellen antioxidative Eigenschaften bereit um freie Radikale anzugreifen.

Darüber hinaus sind Mineralien, wie Phosphor und Calcium essentiell für die Gesundheit deiner Knochen, deine Nervenfunktion sowie für deinen Blutdruck. Kalium hilft dabei die Balance deiner Elektrolyte zu steuern und hilft bei der Nervenübertragung.

Jedes Vitamin und jeder Mineralstoff spielt also eine sehr wichtige Rolle und der beste Weg, sie alle in deinen Körper zu bekommen, ist genügend Gemüse zu essen. Die Farbe des Gemüses steht in direkter Verbindung zu den enthaltenen Nährstoffen. Also je bunter der Teller – umso besser!

Gemüse enthält besondere Enzyme.

Es eignet sich insbesondere rohes Gemüse als Beilage zu gekochten Speisen, da die enthaltenen Enzyme dabei helfen, gekochtes Essen leichter zu verdauen und Nährstoffe besser aufzunehmen.

Laut „The Mayo Clinic“ helfen einige Enzyme dabei Nahrungsmittel zu einfachen Substanzen zu verdauen, die Körperzellen so zur Energieaufnahme nutzen können. Andere Enzyme formen Stoffe in den Zellen, die sonst in der Nahrung nicht verfügbar sind.

Gemüse schützt dich vor Krankheiten.

Indem du genügend Gemüse zu dir nimmst, minimierst du das Risiko für schwere Krankheiten wie Herzerkrankungen, alle Arten von Krebs, Diabetes, Fettleibigkeit, Demenz, Alzheimer, Depressionen und andere geistige Störungen. Außerdem reduzierst du das Risiko für sämtliche Beschwerden und Schmerz.

Der Grund dafür sind besagte Inhaltstoffe, wie Antioxidantien, Flavanoide, Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe, die dafür sorgen Krankheiten abzuwehren und die Zellen im Körper gesund zu halten.

Laut einer Studie des American Institute For Cancer Research schützen Ernährungsweisen, die eine große Vielzahl an Gemüse und Obst enthalten, um 20% mehr vor allen Arten von Krebs (4).

Eine weitere Studie der University of California verglich die Ernährung von 2.200 Menschen (5). Von denen litten 532 an Bauchspeicheldrüsenkrebs and 1,700 waren gesunde Erwachsene.

Die Ergebnisse, welche im September 2005 im Cancer, Epidemiology, Biomarkers and Prevention Journal veröffentlicht worden sind, wiesen darauf hin, dass das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs bei täglichen 5 Portionen an Obst und Gemüse um die Hälfte sinkt.

Am besten dafür eigneten sich Lebensmittel wie Zwiebeln, Knoblauch, Bohnen, Karotten, Mais oder Zitrusfrüchte. Es gibt zudem zahlreiche Hinweise darauf, dass Obst und Gemüse das Brustkrebsrisiko senken (6).

Auch dieser Artikel beweist, dass der Konsum von Gemüse und Obst präventiv gegen Magen-, Speiseröhren-, Lungen-, Mund- und Rachenraum-, Gebärmutter-, Bauchspeicheldrüsen- und Darmkrebs wirkt.

Gemüse verleiht dir Energie.

Auch wenn Redbull dir Flügel verleiht – Gemüse ist eindeutig die besseMann hat Energie durch Steinzeiternährugre Alternative.

Gemüse sind eine exzellente Quelle gesunder Kohlenhydrate und diese liefern dem Körper und Gehirn viel Energie.

Im Gegensatz zu schweren Kohlenhydraten, wie Getreide, kann Gemüse die Energiemotoren anheizen ohne dabei ein aufgeblähtes Gefühl zu verursachen – man fühlt viel eher dynamisch und lebendig.

Gemüse hilft beim Abnehmen.

Das wir abnehmen, wenn wir viel Gemüse essen, ist nichts Neues. Gemüse sollte einen festen Platz auf unserem Teller haben, sodass wir von anderen Dingen, wie etwa Fleisch, weniger essen.

Zudem helfen uns die Ballaststoffe und das Wasser im Gemüse länger satt zu bleiben. Das gilt vor allem für eine Kombination von Gemüse und Proteinen. Ballaststoffe sind insbesondere wichtig, um den Blutzucker zu kontrollieren.So fällt man auch nicht in ein „Nachmittags-Tief“, in dem man gern mal zu viel Zucker greift.

Und natürlich enthält Gemüse absolut nicht Ungesundes, wie z.B. gesättigte Fettsäuren. Man kann zudem auch viel davon essen, da sie kaum Kalorien besitze, dafür aber eine Menge wichtiger Nährstoffe.

Gemüse fördert eine gesunde Verdauung.

Auch das haben wir den zahlreichen Ballaststoffen im Gemüse zu verdanken. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Darmgesund. Ballaststoffe sind der Treibstoff für die Darmzellen, damit diese gesund zu bleiben.

Außerdem helfen Ballaststoffe dabei, den Verdauungstrakt in Schwung zu halten, indem sie den Stuhlgang weich und regelmäßig machen. Zusätzlich helfen einige Bakterien dabei, die Ballaststoffe zu verdauen, wodurch wiederum gesunde Nährstoffe für den Darm produziert werden, wie beispielsweise kurzkettige Fettsäuren.

Schließlich entziehen Ballaststoffe auch Toxine, überschüssige Hormone und Schleim. Gemüse kann unsere Verdauung also ganz entscheidend beeinflussen.

Besonders fermentiertes Gemüse, wie z.B. Sauerkraut, hilft bei Verdauungsproblemen. Denn bei dem Konsum von fermentiertem Gemüse, isst du etwas, bei dem der Verdauungsprozess bereits begonnen hat. In Folge dessen hat der Darm letztlich weniger Arbeit.

Doch nicht nur das – besonders die Enzyme, die beim Milchsäuregärungsprozess entstanden sind, helfen deinem Verdauungssystem auch die besten Nährstoffwerte der anderen Lebensmittel aufzunehmen. Diese Enzyme erhöhen dabei die Aufnahmemenge von Vitaminen und Mineralstoffen und beschleunigen generell den Verdauungsprozess.

Gemüse ist wichtig für ein gesundes Immunsystem.

Hierbei handelt es sich vor allem um grünes Gemüse. Forscher haben im Journal Cell, a Cell Press publication am 13. Oktober 2011 einen Artikel veröffentlicht, indem es um die gesundheitsfördernde Wirkung grünen Gemüses für unser Immunsystem ging (7).

Es hat sich dabei herausgestellt, dass grünes Gemüse, egal ob Brokkoli oder Chinakohl, eine Quelle für ein chemisches Signal ist. Dieses Signal ist wichtig für ein vollständig funktionierendes Immunsystem.

Dabei wird sichergestellt, dass die Immunzellen im Darm und in der Haut, auch bekannt unter intraepithelialen Lymphozyten (IELs), richtig funktionieren. Diese schützenden IELs bestehen als ein Netzwerk, in welchem die Barrieren der Epithelzellen die inneren und äußeren Körperoberflächen bedecken. Das dient in erster Linie zur Abwehr und Wundheilung.

Veldhoens´s Team hat nun herausgefunden, dass die Zahl der IELs abhängig von der Menge eines Zelloberflächenproteins namens Arylhypocarbonrezeptor (AhR) abhängig ist. Um den Kreis nun zu schließen: Dieser AhR wurde insbesondere Kreuzblütler-Gemüse, z.B. Brokkoli, Kohl, Senf, Radieschen, etc., gefunden.

Auch hierbei ist fermentiertes Gemüse besonders gefragt. Solches ist sehr reich an Vitamin C, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Diese helfen dabei, Krankheiten in Schach zu halten und verringern das Risiko für andere gesundheitliche Probleme, wie etwa Hautstörungen, Erkältungen oder Grippe.

Außerdem besiedeln die probiotischen Bakterien fermentierten Gemüses die Darmflora und schützen damit vor Krankheiten. Zusätzlich bewahren sie ein bakterielles Gleichgewicht im Darm und Verdauungstrakt, in dem gute Bakterien die Oberhand behalten.

Fazit: Gemüse ist und bleibt ein Muss. Es bringt zahlreiche Vorteile mit sich und hält dich so gesund. Neben der Förderung deiner Verdauung verleiht es dir Energie, schützt dich vor Krankheiten und hilft dir beim Abnehmen.

Was bedeutet das für Dich?

Falls das nicht schon der Fall ist, sollte Gemüse unbedingt zu einem Hauptbestandteil deiner Paleo Diät werden. Wenn du dir all die Vorteile ansiehst kannst du dir sicher denken, dass Gemüse möglichst bei keiner deiner Mahlzeiten fehlen sollte.

Das ist auch gar kein Problem, denn wenn es um Gemüse geht, hast du eine riesige Auswahl. So findest du garantiert zu jeder Mahlzeit das Passende. Und das Beste daran – du nimmst ab und tust deinem Körper etwas Gutes.

Paleo Falle #3: Der Mangel an gesunden Bakterien

In deinem Körper herrscht Krieg – und zwar zwischen guten und bösen Bakterien. Der Feind wird zugeführt durch Antibiotika, Zucker, Milchprodukte, Getreide, Chemikalien und Pestizide.

Sauerkraut zur Paleo DiätDie guten Bakterien hingegen stammen von Probiotika in ergänzender Form von fermentierten Lebensmitteln, wie Kombucha, Sauerkraut und Kimchi.

Eine gute Verdauung ist Voraussetzung #1, wenn es um ein gesundes Immunsystem und damit um Gesundheit selbst geht.

Was bedeutet das für Dich?

Sorge dafür, dass die guten Bakterien immer in der Mehrzahl sind. Du hast in der Hand, wer den Krieg in deinem Körper gewinnt – und Probiotika werden dir dabei helfen. Fermentiertes Gemüse ist also essentiell um das gesunde, bakterielle Gleichgewicht in deinem Körper zu halten.

Paleo Falle #4: Der Mangel an Vielfalt und Nährstoffen

vielfältige Steinzeiternährung

Viele Menschen essen so gut wie jeden Tag das Gleichen. Aber Hühnchen mit Brokkoli zu jeder Mahlzeit ist nicht das, was eine gesunde Paleo Diät vorsieht. Ein Test beim Hausarzt wird dir zeigen, welche Nährstoffe du besonders brauchst.

Doch auch ohne das zu wissen, gibt es einige Lebensmittel, die unbedingt Teil deiner Paleo Ernährung sein sollten:

Innereien

Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber bevor du den Mund verziehst, solltest du zumindest mal kosten. Tatsache ist nämlich, dass Innereien zwischen 10- und 100-mal nährstoffreicher sind, als das übliche Muskelfleisch.

Sie sind voll mit Vitamin A, D, E, K, B12, Folsäuren und Mineralstoffen, wie Kupfer und Eisen. Natürlich solltest du, wie bei jedem anderen Fleisch, gut darauf achten, woher es stammt – es sollte unbedingt von grasgefütterte Tieren stammen.

Hausgemachte Knochenbrühe

Zugegeben – auch das klingt zunächst nicht gerade appetitlich. Aber es gibt einige Gründe, weshalb du der hausgemachten Knochenbrühe eine Chance geben solltest. Diese enthält nämlich nicht nur eine Menge Vitamine und Mineralstoffe, sondern auch Gelatine.

Gelatine hat eine Menge Vorteile für deinen Körper, denn es sorgt für

Eier vom Bauernhof

Der Mythos vom „bösen“ Eigelb ist nicht nur fragwürdig, sondern gänzlich falsch. Eier sind unglaublich nährstoffreich und sogar gut für dein Herz.

Eier vom Bauernhof in Schüsel mit Milchkanne danebenDas Eigelb, was wegen seinem Cholesterin-Gehalt so oft verteufelt wird, enthält dabei nicht nur alle 13 essentiellen Nährstoffe, sondern ist zusätzlich eine perfekte Vitamin B- und A-Quelle.

Diese Vitamine sind für lebenswichtige Funktionen des Körpers, als auch für ein normales Wachstum und eine gute Entwicklung nötig.

Eier enthalten außerdem Vitamin E und D. Ersteres ist dafür bekannt vor Herzerkrankungen und einigen Krebsarten zu schützen. Vitamin D hingegen fördert die Mineralstoffaufnahme und die Gesundheit der Knochen.

Eier sind zusätzlich reich an Jod, welches für die Herstellung von Schilddrüsenhormonen benötigt wird. Diese Schilddrüsenhormone sind extrem wichtig, denn sie beeinflussen deinen Stoffwechsel, Kreislauf, dein Wachstum und deine Psyche.

Auch Phosphor ist ein wichtiger Bestandteil von Eiern, denn es ist essentiell für die Gesundheit von Knochen und Zähnen.

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Fazit: Auch die Paleo Diät sieht eine Vielfalt in ihren Nährstoffen vor. Zu besonderen Lebensmitteln, die du guten Gewissens in deine Diät einbauen kannst gehören Innereien, Knochenbrühe und Eier vom Bauernhof.
Was bedeutet das für Dich?

Bringe Vielfalt in deine Ernährung und trau dich ruhig mal was! Abwechslung ist das A und O einer gesunden Ernährung. Oft schleicht sich auch beim Essen Routine ein und die Auswahl beschränkt sich nur auf wenige Mahlzeiten, die man eben gern isst.

Aber gerade weil die Paleo Diät deinen Speiseplan ohnehin schon einschränkt ist es wichtig, ausgewogen und daher vielfältig zu essen. Dabei musst du offen sein für Neues, denn wie du bereits festgestellt hast, sind selbst die merkwürdigsten Dinge unglaublich gesund für uns.

Erweitere also deinen Horizont, sodass dein Körper all das bekommt, was er braucht und verdient. Die vorgestellten Lebensmittel sind dabei ein guter Start.

Paleo Falle #5: Körpersignale werden ignoriert

Mann hält sich Ohren zu

Jeder, der seine Ernährung intensiv umgestellt hat ist ein Kämpfer und besitzt eine Menge Durchhaltevermögen. Wir müssen dabei unseren Geist über unseren Körper stellen, damit uns Verlangen nicht in die Quere kommt. Außerdem finden wir uns damit ab, dass es uns manchmal deswegen nicht so gut geht.

Und so kommt es, dass auch Signale unseres Körpers schlicht weg ignoriert werden und die Diät einfach weiter strikt durchgezogen wird. Doch so gesund die Paleo Diät auch ist – es gibt trotzdem Lebensmittel, die du lieber vermeiden solltest.

Allergien und Unverträglichkeiten sind auch bei einer Paleo Ernährung nicht ausgeschlossen. Die häufigsten Unverträglichkeiten, die bei Paleo Lebensmitteln vorkommen, sind die gegenüber Eiern, Nüssen, Zitrusfrüchten, Nachtschatten-Gemüse und Schalentieren.

Fazit: So gesund die Paleo Diät auch ist – es gibt trotzdem Lebensmittel, die du lieber vermeiden solltest. Allergien und Unverträglichkeiten sind auch bei einer Paleo Ernährung nicht ausgeschlossen.
Was bedeutet das für Dich?

Das Wichtigste ist, dass du dich wohlfühlst. Stell dir 10-20 Minuten nach dem Essen die Frage: „Wie geht es mir jetzt?“.

Falls es dir nicht gut geht, behalte im Kopf was du gegessen hast und beobachte es. Wenn du dir unsicher bist, kannst du auch einen Test beim Arzt machen. Was für den einen gut ist, muss nicht zwingend gut für dich sein.

Wenn dein Körper dir also bei einem bestimmten Lebensmittel Signale sendet, dass hier irgendetwas nicht stimmt, dann höre auf ihn. Denn jede Diät, egal ob Paleo oder nicht, sollte das Ziel haben, dass es dir besser geht.

 

Quellen

Ying Li, Silvia Innocentin, David R. Withers, Natalie A. Roberts, Alec R. Gallagher, Elena F. Grigorieva, Christoph Wilhelm, Marc Veldhoen. Exogenous Stimuli Maintain Intraepithelial Lymphocytes via Aryl Hydrocarbon Receptor Activation. Cell, 13 October 2011 DOI.

 

 

 

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