8 Dinge, in denen sich Veganer und Paleoaner einig sind

Veganismus und Paleo Diät haben auf den ersten Blick nichts gemeinsam. Während man bei einer veganen Ernährungsweise auf alle tierischen Produkte verzichtet, so sind es bei einer klassischen Steinzeitdiät Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Zucker, stark verarbeitete pflanzliche Fette und künstliche Zusatzstoffe, die ein Tabu darstellen.

Also abgesehen von den Milchprodukten stellen tierische Produkte, wie Eier und Fleisch, eine essentielle Proteinquelle in der Paleo Diät dar. Umgedreht sind Getreideprodukte, Hülsenfrüchte und (natürlicher) Zucker kein Problem bei einer veganen Ernährung.

Trotz dieser Verschiedenheiten, sind sich Paleo Fans und Vegan-Liebhaber in einigen Dingen einig.

1. Die westlichen Ernährungsmuster sind ein Desaster

Dicker Mann hat Burger und Cola in der Hand

Ein Blick in den Supermarkt genügt um zu erkennen, wie schlecht sich der durchschnittliche Europäer ernährt. Fertigprodukte über Fertigprodukte, unzählige Zusatzstoffe und fast überall ist raffinierter Zucker drin.

Solche verarbeiteten Lebensmittel sind nicht nur unheimlich nährstoffarm – sie können unserem Körper sogar schaden. Und selbst an eigentlich gesunden Nahrungsmitteln finden, wie Obst und Gemüse, finden wir krebserregende Stoffe aufgrund der Pestizide.

Und mit unserer modernen, westlichen Ernährung kommen auch die Krankheiten. Das Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt immer mehr – und das haben wir vor allem dieser Ernährung zu verdanken.

Veganer und Paleoaner mögen zwar unterschiedliche Gründe darin sehen, weshalb diese Ernährung so ungesund ist. Doch sie sind sich definitiv einig, dass sie ein totales Desaster ist.

Fazit: Veganer und Paleoaner mögen zwar unterschiedliche Gründe darin sehen, weshalb die westliche Ernährung so ungesund ist. Doch sie sind sich definitiv einig, dass sie unheimlich schädlich ist.

2. Raffinierte(r) Kohlenhydrate/Zucker sind äußerst schädlich

Hübsche geschminkte Frau mit Donuts und Muffin in der Hand schaut erschrockenEine Paleo Ernährung besteht in der Regel ausschließlich aus unverarbeiteten Lebensmitteln. Raffinierte Kohlenhydrate fallen demnach darunter. Doch auch die meisten Veganer stimmen zu, dass raffinierte(r) Kohlenhydrate/Zucker auf jeden Fall ungesund sind.

Ich glaube, so ziemlich jeder, der sich mit gesunder Ernährung beschäftigt, ist sich über diesen Fakt einig.

Immerhin haben diese raffinierten Kohlenhydrate so gut wie keine Ballaststoffe, kaum noch Nährstoffe und sorgen für einen blitzartigen Anstieg des Blutzuckerspiegels. So entstehen Heißhunger, Fettleibigkeit und andere Krankheiten (1,2,3).

Zucker ist dabei jedoch am problematischsten. Dieser enthält 100% leere Kalorien und führt zu schwerwiegenden metabolischen Problemen sobald man ihn häufig konsumiert (4,5).

Wenn du also Kohlenhydrate isst, dann nur gesunde. Erfahre hier, welche Kohlenhydrate gut und welche schlecht sind.

Fazit: Raffinierten Kohlenhydrate enthalten so gut wie keine Ballaststoffe, kaum noch Nährstoffe und sorgen für einen blitzartigen Anstieg des Blutzuckerspiegels. So entstehen Heißhunger, Fettleibigkeit und andere Krankheiten.

3. Eine Ernährungsumstellung ist definitiv besser als Medikamente

blaue und rote Pillen mit aufgestapelten Münzen danebenNicht nur, dass man die meisten chronischen, westlichen Krankheiten, wie Diabetes Typ 2, Adipositas und MS (metabolisches Syndrom), vermeiden kann – man kann sie sogar rückgängig machen. Und das einzig und allein mit einer Änderung der Ernährung und seines Lifestyles.

Natürlich ist so etwas nicht leicht. Eine solch dramatische Änderung des kompletten Lebensstils erfordert meist viel Disziplin, Wille und Durchhaltevermögen. Nicht selten scheitern Menschen daran.

Doch Patienten sollten die Möglichkeit dazu erhalten und von Gesundheitsexperten dabei unterstützt werden.

Die meisten Paleoaner und Veganer sind sich einig, dass eine Ernährungsumstellung deutlich Medikamenten vorzuziehen ist, wenn es um die Heilung chronischer Krankheiten geht.

Denn die meisten dieser Medikamente „heilen“ nicht wirklich. Sie gehen nicht die Ursache des Problems an, sondern nur seine Symptome. Selbst mit diesen Medikamenten werden solche Krankheiten oft schlimmer mit der Zeit.

Fazit: Nicht nur, dass man die meisten chronischen, westlichen Krankheiten, wie Diabetes Typ 2, Adipositas und MS vermeiden kann – man kann sie sogar rückgängig machen. Und zwar mit einer Änderung der Ernährung und seines Lifestyles.

4. Pflanzliche Lebensmittel sind Spitze!

gesunde, frische Gewürze und Gemüse

Viele glauben, Paleo sei vor allem eine Fleisch-basierte Ernährung. Das ist aber falsch. Immerhin richtet sie sich nach der Steinzeit und da kam es nicht oft vor, dass man ein Tier erlegt hat.

Die Paleo Ernährung steht viel mehr für den Verzehr von Gemüse, Früchten, Nüssen, Samen und sogar Knollen – sprich pflanzlichen Nahrungsmitteln.

Denn darin sind jede Menge Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und gesunde Fette enthalten. Auch die Veganer finden ihre Freunde an pflanzlichen Lebensmitteln.

5. Verarbeitete Pflanzenöle sind extrem ungesund

Verarbeitetes Sonnenblumenöl in PlastikflascheBesonders beliebt bei der veganen Diät ist die ultra low-fat Variante. Dabei werden so ziemlich alle zugefügten Fette vermieden.

Die Paleo Diät hingegen befürwortet einige Fette, verzichtet jedoch auf trans-Fette und verarbeitete Speiseöle.

Paleoaner und Veganer sind sich also definitiv einig darüber, dass verarbeitete Pflanzenöle und trans-Fettsäuren schädlich sind.

Pflanzliche Öle, die Sonnenblumenöl oder Rapsöl können beispielsweise die Struktur in deinem Körper verändern und sind besonders entzündungshemmend. Sie erhöhen zudem das Herz-Kreislauf-Risiko und das Krebsrisiko.

Die in gehärteten oder teilgehärteten Pflanzenölen enthaltenen trans-Fette stehen darüber hinaus stark in Verbindung mit einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen, Krebs, Diabetes oder Fettleibigkeit.

Hier erfährst du alle Gründe, warum verarbeitete Pflanzenöle extrem ungesund sind.

Als gesunde Pflanzenöle gelten im Übrigen Avocado-Öl, natives Olivenöl extra und natives Kokosöl.

Fazit: Pflanzliche Öle, die Sonnenblumenöl oder Rapsöl können beispielsweise die Struktur in deinem Körper verändern und sind besonders entzündungshemmend. Sie erhöhen zudem das Herz-Kreislauf-Risiko und das Krebsrisiko.

6. Gesundheit betrifft nicht nur Ernährung

Frau beim Spinning im Fitnessstudio

Wer glaubt, für eine optimale Gesundheit sei es mit einer Ernährungsumstellung getan, der liegt leider falsch. Darin sind sich auch die meisten Paleoaner und Veganer einig.

Es gibt noch weitere Faktoren, die einen großen Einfluss haben. Training beispielsweise. Sport ist ein wichtiger Bestandteil für eine optimale Gesundheit. Er senkt drastisch das Risiko für chronische Krankheiten und kann helfen, länger zu leben (6,7).

Ein weiterer Faktor ist die Vermeidung von Stress. Das gelingt z.B. durch ausreichend Schlaf, Yoga oder Meditation. Besonders ein gesunder Schlaf ist wichtig für unseren Körper. Zu wenig davon gehört zu den größten Risikofaktoren für Fettleibigkeit und andere chronische Krankheiten (8).

Die richtige Ernährung ist also nur ein wichtiger Bestandteil für eine optimale Gesundheit.

frisches, unbearbeitetes Gemüse und Obst7. Es geht um „echte“ Lebensmittel

Wir sind alle unterschiedlich gebaut. Die einen kommen mit einer Low Carb Diät besser zurecht, die anderen mit einer glutenfreien Ernährung. Manche mögen es vegan, andere wiederum Paleo.

Aber egal, welche Ernährungsweise du bevorzugst – wichtig ist, dass du „echte“, also unverarbeitete, ganze Lebensmittel zu dir nimmst.

Mit anderen Worten. Kein Junk Food. Lieber die Kartoffeln oder Beeren aus Oma´s Garten.

8. Du musst dich wohlfühlen

junge, hübsche, lächelnde Frau mit dickem Pullover und Mütze hat gelbe Tasse in der Hand

Ernährungsformen wie Paleo, vegan, Low Carb oder glutenfrei werden oft gehypt. Und dabei wird das Wichtigste vergessen – dass man sich wohl fühlt.

Und dabei ist jeder verschieden. Sicher haben all diese Ernährungsformen ihre Vor- und Nachteile. Aber wenn du eine davon ausprobierst, darfst du nie vergessen dich dabei zu fragen: Geht es mir gut dabei?

ABER ACHTUNG! Der Trend, sich gesund zu ernähren, nimmt immer mehr zu. Eigentlich ist das ja auch gut, aber was ist, wenn sich das zu einem Zwang entwickelt?

junge frustierte Frau schreit verzweifeltDas Phänomen, von dem hier die Rede ist, nennt sich Orthorexie. Das ist eine Essstörung, bei der es jedoch weniger um die Menge des Essens geht, sondern viel mehr um die Qualität. Menschen, die darunter leiden, sind krankhaft fixiert auf gesundes Essen und versuchen, Ungesundes zu vermeiden.

Das bleibt natürlich nicht ohne Folgen. Diese Menschen verlieren nicht nur ihre Lust am Essen, sondern auch wichtige Nährstoffe. Es kommt dabei häufig zu Mangelerscheinungen und Untergewicht. Natürlich hat eine solche Essstörung auch soziale Folgen. Das Partizipieren an gemeinsamem Essen ist deutlich schwieriger.

Symptome sind dabei Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Antriebslosigkeit und einer eingeschränkter Leistungsfähigkeit.

Das ist der Punkt, an dem gesunde Ernährung zu einer Art Fanatismus wird – und das gilt es natürlich zu vermeiden.

Es soll natürlich angestrebt werden, sich von gesunden Nahrungsmitteln zu ernähren. Doch unser Körper ist zu erstaunlich viel in der Lage. Wenn wir also ab und zu naschen ist das meistens kein Problem. Es sollte dich nicht verunsichern.

Eine ungesunde Mahlzeit macht uns nicht krank. Genauso wenig wie eine gesunde Mahlzeit uns nicht automatisch gesund macht.

 

 

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